Nein zum Kruzifix: Erster Krach um Christoph Wiederkehr

Nein zum Kruzifix: Erster Krach um Christoph Wiederkehr
© APA/HELMUT FOHRINGER

Wiederkehr will in Schulen religiöse Symbole verbieten – die Opposition tobt .

 

In einem Profil-­Interview nahm sich der frischgebackene Neos-­Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr kein Blatt vor den Mund. Angesprochen auf das Verfassungsurteil zur Aufhebung des Kopftuchverbots in Schulen erklärte Wiederkehr: „Man könnte darüber diskutieren, bis zur Religionsmündigkeit mit 14 Jahren alle religiösen Zeichen an Schulen zu untersagen.“ Das gelte auch fürs Kreuzerl an der Halskette, „wenn es zu sehen wäre und man sich auf Gleichbehandlung aller Anschauungen einigt. Ja. Ich bin für einen sekulären Staat, der alle Religionen gleich behandelt und nicht je nach Wetterlage einzelne rauspickt und diskriminiert.“

ÖVP und FPÖ toben über Wiederkehr-Sager

Mehr hatte der erst seit drei Wochen amtierende Bildungsstadtrat und Vizebürgermeister nicht gebraucht: „Skandalös“, wetterte FP-Klubchef Maximilian Krauss. Und weiter: „Es ist unfassbar, ein kleines Kreuz mit dem islamischen Kopftuch bei Kindern zu vergleichen, das als Symbol der Unterdrückung von Frauen und für die Sexualisierung von Mädchen im Kindesalter steht.“

Auch Caroline Hungerländer von der ÖVP tobt über Wiederkehrs Interpretation der Verfassung: „Die Neos sind eine linke Partei. Da wundert es nicht, dass sie nun auch das Kreuz verbieten wollen. Die Neos leisten dem politischen Islam Vorschub, indem sie ihn bewusst mit Religion vermischen.“

erstellt am 14. Dezember 2020, 00:29

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