Die Top-Projekte von Rot-Pink: Wie Wien verändert werden soll

Die Top-Projekte von Rot-Pink: Wie Wien verändert werden soll
© TZOE/Fuhrich

Im 212 Seiten dicken Koalitionspakt von Rot-Pink gibt es regelrechte Polit-Hämmer.

Der rot-pinke Koalitionspakt wird, falls all diese Projekte so umgesetzt werden, die Stadt Wien von Grund auf verändern – allein im Bereich Verkehr schlummern einige Hämmer.

Seilbahnen an der A 23 und in Hütteldorf

Die spektakulärste Vision ist sicher die von zwei Seilbahnen in Wien. Eine soll vom Hauptbahnhof über das Arsenal entlang der Tangente zum Bus-Terminal führen, die Zweite soll von Hütteldorf ins Ottakringer Otto-Wagner-Areal führen. Das bislang immer wieder ventilierte Projekt durch das Naturschutzgebiet am Kahlenberg lehnt Rot-Pink ab.

Grüner als die Grünen

Wie überhaupt diese Koalition grüner als die Grünen sein will – allein für den Ausbau der Radwege stehen ab sofort pro Jahr 20 Millionen Euro mehr zur Verfügung, als Radweg-Königin Birgit Hebein bisher ausgeben konnte. Allerdings will man in enger Kooperation mit den Bezirken planen.

Super-Blocks

Darüber hinaus wird Wien bis 2040 klimaneutral sein, es gibt Gratisladestationen für alle E-Bikes, die Öffis werden massiv ausgebaut – inklusive Bim-Verbindungen nach Groß-Enzersdorf oder Schwechat, also erstmals über die Stadtgrenze hinaus. 2022 kommen ein neues Parkpickerl und die verkehrsberuhigte Innenstadt. Ähnlich wie in Barcelona kommen in Wien „Super-Blocks“, Grätzeln rund um Schulen, in die man nur hinein-, durch die man aber nicht durchfahren darf.

Neue Markthalle und Gastronomie am Weekend

Die Wiener Märkte stellen einen zentralen Punkt in Sachen Lebensqualität dar – alle Gebühren für Standler werden durchforstet, am Wochenende soll die Gastronomie ab 10 Uhr offen haben dürfen. Und es wird neben der geplanten offenen Markthalle am Naschmarkt eine geschlossene Markthalle nach internationalen Vorbildern geplant. Dazu sollen vier neue Märkte entstehen – geplant sind Standorte in Simmering, Hernals und der Donaustadt.

Bildung wird jetzt der zentrale Schwerpunkt

Der Bildungsbereich, den Christoph Wiederkehr bearbeiten wird, ist ganz offenbar ein neuer Schwerpunkt – mit der Bildungsversprechen und der „London-Challenge“ sollen massive Mittel für Brennpunktschulen frei gemacht werden. Dazu gibt es W-Lan für alle Wiener Schulen, fast eine Verdoppelung des Personals für Sprachförderung in den Kindergärten und eine Infrastruktur­offensive unter dem Titel „Paläste für Kinder“, bei der auch die Gratis-Ganztagsschulen massiv ausgebaut werden sollen.

600 Mio. € Investitionen

Um sich aus der Corona-Krise hinauszuinvestieren, wird ein 600 Millionen Euro schweres Investitionspaket geschnürt; die Zahl der geplanten Gemeindebauten wird um 1.500 erhöht und die Aufwendungen für die Generation 50 plus gehen massiv weiter.

erstellt am 17. November 2020, 19:30

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