Chorherr als zerknirschte Unschuld

Chorherr
© APA/HERBERT PFARRHOFER

Am heißen Stuhl der U-Kommission nahm am Mittwoch Christoph Chorherr Platz.

Wien. Die Spendenaffäre um angebliche „Gefälligkeitswidmungen“ bei Bauprojekten für sechsstellige Überweisungen an einen Verein von Ex-Planungssprecher Christoph Chorherr erreichte mit der Zeugenaussage des ehemaligen Promi-Grünen und heutigen Bäckers einen neuen Höhepunkt: Chorherr gab sich vereinzelt – leicht – zerknirscht, etwa dass er den Grünen Unbill erspart hätte, wäre er nach der Bildung von Rot-Grün als Chef des Spendenvereins s2arch zurückgetreten.

Originelle Ausreden. Dass es bei den Abrechnungen von Steuermitteln für den Verein maßlose Schlamperei gegeben habe, wies er aber mit einer originellen Begründung scharf zurück: „Wir wollten nur Verwaltungskosten sparen.“
Bei FP-Klubchef Toni Mahdalik, der die U-Kommission beantragt hatte, sorgte das für Empörung: „Ausflüchte sonder Zahl und ein ins Minus tendierendes Unrechtsbewusstsein.“ Während die SPÖ Chorherr einen Persilschein ausstellte, sagte VP-Klubchefin Elisabeth Olischar, dass „zahlreiche Verdachtsmomente jetzt ein Fall für die Staatsanwaltschaft sind“.
Christoph Wiederkehr (Neos) wiederum ätzte: „Launig-arrogante Anekdoten ersetzen keine ordentliche Buchhaltung.“
 

erstellt am 12. März 2020, 10:14

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