Birgit Hebein: Grüne Abrechnung mit ''Nachdenkphase''

Birgit Hebein: Grüne Abrechnung mit ''Nachdenkphase''
© TZOE/Artner

Hinter vorgehaltener Hand wird bereits über Rücktritt der Parteichefin gemunkelt.

Was bei der heutigen virtuellen Landesversammlung der Grünen als Formsache gilt, ist schnell erzählt: Landesparteisekretär Peter Kristöfel wird etwa bestätigt. Als einziger Kandidat. Im Fokus steht, was Parteichefin Birgit Hebein von sich geben wird – sie hält neben Vizekanzler Werner Kogler eine Rede.

Hebein spürt „interne Konflikte“ bei den Grünen. Die haben mit ihrer Person zu tun und spalten die Partei. Sie ist verantwortlich für den größten Wahlerfolg, He­bein trägt aber auch das „Gesicht“ des Koalitionsendes mit der SPÖ – wegen ihrer Alleingänge vor dem und im Wahlkampf (Stichwort Pop-up-Radwege oder „coole Straßen“).

Rache oder Räson

Hebein legte nach den verlorenen internen Abstimmungen noch unter der Woche ihr Mandat als einfache Gemeinderätin nieder. Worüber also wird die derzeitige Parteichefin heute sprechen? „Schmutzwäsche wird sie keine waschen“, sagt ein grüner Insider. Das würde nicht zu ihr passen. Allerdings: Hebein wird bereits erkannt haben, dass die Uhr nicht zu ihren Gunsten tickt.

Die Partei konzentriert sich auf die Zukunft. Mit zwei neuen, am Freitag bestätigten Stadträten: Judith Pühringer und Peter Kraus. In einer veränderten Rolle – der als Oppositionsfraktion.

Fragwürdiger Stil

Insgeheim, so wird gemunkelt, sollte Hebein ihr Amt als Parteichefin als „Nachdenkfrist“ nutzen – dafür, wie ihre Zukunft aussieht. Ihre nähere, wohlgemerkt, nicht die nach dem offiziellen Ende ihrer Amtsperiode im Dezember 2021.

Das Wort „Rücktritt“ macht hinter vorgehaltener Hand die Runde. Fallen wird es aber vermutlich noch nicht heute.

erstellt am 21. November 2020, 01:07

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