Wirbel um das Gratis-Parkpickerl für alle Wiener

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© TZ ÖSTERREICH / Bruna

Grüne Hebein will "mit den Bezirken notwendige Maßnahmen vereinbaren".

Erstmals hat Donaustadt-Chef Ernst Nevrivy schon Ende Mai 2018 in ÖSTERREICH festgehalten, dass er ein Parkpickerl für alle Wiener will, und nur die 350.000 Pendler, die täglich in die Stadt fahren, Parkgebühren zahlen sollen. Damals hat Maria Vassilakou diese Forderung vehement abgelehnt.

Hebein: Habe Termin mit Nevrivy vereinbart

Jetzt hat er diese Forderung in einem Sommer-Interview wiederholt -und damit einen Knalleffekt ausgelöst. Denn Vassilakous Nachfolgerin, die neue grüne Verkehrsstadträtin Birgit Hebein, ist plötzlich gesprächsbereit: "Ich freue mich schon auf das Gespräch mit dem Bezirksvorsteher, das demnächst stattfinden wird. Es freut mich, dass er mit seinem Vorschlag wieder Bewegung in die Pendlerproblematik bringt. Ich diskutiere diesen Vorschlag gerne mit ihm, genauso wie die Überlegungen zu Citymaut, Parkpickerl, Ausbau der Park-&-Ride-Anlagen, den Öffi-Ausbau wie die Linie 27 und die Abkehr vom Lobau-Tunnel", erklärt Hebein gegenüber ÖSTERREICH.

Wien verliert 100 Mio. Euro. Um dann aber eine starke Einschränkung zu machen: "Wenn man Gratisparken für WienerInnen einführt, dann entgehen der Stadt über hundert Millionen Euro aus den Einnahmen der Parkometerabgabe. Auch das muss man bedenken. Mir geht es darum, gemeinsam mit den Bezirken die für einen wirksamen Klimaschutz notwendigen Maßnahmen zu vereinbaren."

Riesen-Debatte. Jedenfalls hat der wortgewaltige Donaustädter Bezirksvorsteher damit eine riesige Debatte ausgelöst: "Emotional nachvollziehbar, aber juristisch undurchführbar", urteilt etwa ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Eine Gesamtlösung für Wien sei aber besser als der aktuelle Fleckerlteppich, wo noch immer vier Bezirke kein Pickerl haben und in Simmering nur ein Teil betroffen ist. Das sehen auch Manfred Juraczka von der ÖVP und Toni Mahdalik von der FPÖ so. Freilich will auch er nicht, "dass die Pendler für die Unfähigkeit des Rathauses büßen müssen". J. Galley

erstellt am 25. Juli 2019, 13:15

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