Streit um Corona-Maske: Erste Festnahme im Supermarkt

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Traurige Premiere: Erstmals wurde eine Kunde wegen fehlender Corona-Maske festgenommen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der erste Kunde in einem Supermarkt wegen der berechtigten Corona-Schutzmaßnahmen auszuckt. Jetzt passiert bei einem Diskonter in Wien-Brigittenau. Ein 56-Jähriger ist der Erste, der wegen seiner Verweigerung festgenommen werden musste.

Der gebürtige Bulgare betrat das Lebensmittelgeschäft am Dienstagvormittag gegen 10.30 Uhr, wollte einkaufen. Doch eine Schutzmaske für Mund und Nase trug er nicht. Zu Recht wollte ihn eine Angestellte darauf aufmerksam machen, doch der Kunde zeigte sich völlig uneinsichtig.

Polizei fasste Bulgaren
auf der Flucht

Schließlich zog er einen großen Schraubenzieher und drohte den Angestellten damit, auf sie einzustechen. Schimpfend rannte er anschließend aus dem Supermarkt und flüchtete.

Die alarmierte Polizei konnte den 56-Jährigen wenige Minuten später aufgreifen und festnehmen. Der Schraubenzieher wurde von den Beamten sichergestellt.

Neben einer Verwaltungsstrafe wegen des Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz – ihm drohen bis zu 3.600 Euro Geldbuße – wird sich der Bulgare auch strafrechtlich verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft wird wegen gefährlicher Drohung gegen den Mann ermitteln.

erstellt am 09. April 2020, 00:40

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