Messer-Stecher aus Spital in Psychiatrie

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© all/Fotomontage

Weil der psychisch kranke Patient Fieber hatte, landete er in der 'falschen Abteilung'.

Wien. „Ohne Corona wäre dies sicher nicht passiert“, schüttelt Anwalt Niki Rast, der mit seinem Kollegen Mirsad Musliu den Verdächtigen (25) vertritt, den Kopf.

Schub. Wie berichtet, hatten die Eltern des 25-Jährigen, der seit Jahren an einer psychischen Erkrankung leidet, vergangenen Dienstag den Notarzt gerufen, da ihr Sohn Slobodan K. (Name geändert) wieder einmal einen durch seine Krankheit verursachten Aggressions-Schub hatte.

Patient galt wegen Fieber als Corona-Verdachtsfall

Da der Wiener aber Fieber hatte und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnte, kam er nicht auf die Psychiatrie, sondern wurde im Wilhelminenspital als Corona-Verdachtsfall geführt.

Angriff. Nach dem Frühstück am Mittwoch wurde der Patient aber erneut aggressiv und stach einer Pflegerin mit einem Buttermesser in den Kopf und ins Gesicht. 

Verlegt. Das Opfer erlitt mehrere Schnittwunden und musste genäht werden. K., dessen Corona-Test negativ verlief, wurde festgenommen und (diesmal wirklich) auf die Psychiatrie verlegt. Es gilt die Unschuldsver­mutung.

erstellt am 26. März 2020, 22:50

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