Gasleitung angesägt: Polizei schnappt Horror-Mieter

Gasleitung
© APA/ROLAND SCHLAGER

Ein Bewohner manipulierte die Zuleitung seiner Gastherme, um eine Explosion auszulösen.

Wien. Er hätte es anscheinend billigend in Kauf genommen, das Leben von vier Menschen auszulöschen.

Therme. Jener Bewohner (61), der aus seiner Wohnung in einem Mehrparteienhaus in der Degengasse (Ottakring) delogiert werden sollte, da er seit dem April des Vorjahres keine Miete mehr bezahlt hatte, manipulierte offenbar aus Rache die Zuleitung seiner Gastherme, um bei der Wohnungsöffnung eine Explosion auszulösen – ÖSTERREICH berichtete.

Gasgeruch. Der Gerichtsvollzieher, Vertreter der Hausbesitzerin und des Vermieters und ein Schlosser sind dem Tod nur entkommen, da sie Gasgeruch und ein verdächtiges Zischen gehört hatten und sofort aus dem Haus ins Freie stürmten.

Laut Polizei lag die Gaskonzentration bereits nahe der Explosionsschwelle. Ein Funke hätte genügt, um das ganze Haus in die Luft zu jagen. Vom polnischen Mieter, der sich zuvor aus dem Staub gemacht hat, fehlt weiter jede Spur. Möglicherweise ist er im Ausland untergetaucht. 

Polizei schnappt Tatverdächtigen 

Auf Grund intensiver Ermittlungen ist es dem Landeskriminalamt Wien nun gelungen, den Tatverdächtigen gegen 09:00 Uhr in Wien 16, Thaliastraße auf offener Straße widerstandslos festzunehmen. Der 61-Jährige wird zur Stunde einvernommen, wie die Polizei in einer Aussendung schreibt. 
 
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erstellt am 17. Juli 2020, 13:46

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