Entsetzen über Massensterben der süßen Kaninchen am Handelskai

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Nach einer explosionsartigen Vermehrung der Kaninchen folgt Massensterben.

Wien. Seit den 1990er-Jahren besiedeln die süßen Kaninchen das Donauufer am Handelskai. Die ehemaligen Haustiere haben sich dort ein ausuferndes Netz an unterirdischen Bauten in die Erde gegraben. Genauso lange, wie die kleinen Nager sich entlang des Kais tummeln, sterben sie auch an der sogenannten Chinaseuche.

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Eingeschlepptes Virus rafft Kaninchen hinweg

Hasensterben. Vor Jahrhunderten in China entdeckt, fand das nur für die Nager gefährliche Virus seinen Weg in die Hauptstadt. Alle sechs bis sieben Jahre greift das RHD1-Virus um sich dezimiert die Kaninchenpopulation radikal. Warum es nur in ­gewissen Zeitabständen auftritt, bleibt auch den Wissenschaftern der Vetmed ein Rätsel. „Derzeit sind wir auf dem Höhepunkt des Kaninchensterbens“, sagt Andreas Januskovecz, Forstdirektor der MA 49. Täglich werden zahlreiche Tierkadaver eingesammelt.

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Keine Heilung für das ­Hasenvirus in Sicht

Unheilbar. Trotz des gnadenlosen Verlaufs des Virus, bei dem die Tiere schlussendlich aus allen Körperöffnungen bluten und sterben, erholt sich die Population stets von Neuem. „In paar Tagen flaut die Todeswelle ab“, so Januskovecz. Heilmittel gegen die Erkrankung gibt es keines, genauso wenig wie eine vorbeugende Maßnahme, um das Sterben zu verhindern.

erstellt am 17. August 2020, 20:29

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