Coronavirus: Jetzt Alarmstufe Rot in Österreich

Krisenstab Coronavirus
© APA/HELMUT FOHRINGER

Österreich bereitet sich für den Kampf gegen das Coronavirus vor. Das 5-Punkte-Programm.

Todesopfer in Norditalien, 219 Infizierte nur wenige Hundert Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Sonntagabend wurde ein Zug stundenlang beim Brenner an­gehalten. Grund: Zwei kranke Frauen, die aus Verona ­kamen, lösten einen Großalarm aus. Der Test auf das Virus fiel negativ aus.
Österreich braucht ein ­verschärftes Maßnahmenpaket. Deshalb tagte der Krisenstab mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Innenminister Karl Nehammer, Infrastrukturministerin Leonore Gewessler, dem Generaldirektor für öffentliche Sicherheit und Gesundheitsminister Rudi Anschober. Durchexerziert wurden mögliche Szenarien bei Ausbruch der Seuche in Österreich. 189 Verdachtsfälle hat es bei uns bisher gegeben. Alle negativ. „Wir dürfen aber nicht davon ausgehen, dass es so bleibt. Corona wird keinen Bogen um Österreich machen“, so Kanzler Kurz nach dem Treffen gestern Mittag im „War Room“ im Innenministerium: „Wir sind aber auf alle Szenarien vorbereitet“, so Kurz.

Fünfpunkteplan: So schützt sich Österreich

Fünf Punkte wurden gestern festgelegt:

  • Ab sofort müssen Innenminister und Gesundheitsminister täglich Reports an Kanzler Kurz liefern. Zusätzlich gibt es ein tägliches Briefing der Öffentlichkeit.
  • Vorbereitung für Länder und Gemeinden: Am Donnerstag wird eine Sitzung mit allen Landeshauptleuten stattfinden. Auch beim Nationalen Sicherheitsrat am Freitag ist Corona das Hauptthema.
  • Informationskampagne von Innen- und Gesundheitsministerium über alle Fragen zum Virus, Aufklärung und die nötigen Schutzmaßnahmen.
  • Das Außenministerium wird punktuelle Reisewarnung für alle betroffenen Gebiete erlassen. Damit soll der Schutz für Reisende und Urlauber erhöht werden.

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Wiederholen

Kurz: "Kann auch in Österreich zu Infektionsfällen kommen"

Ernste Worte auch von VP-Bundeskanzler ­Sebastian Kurz nach der Sitzung des Einsatzstabs im Innenministerium.

● Sebastian Kurz über Ansteckung: „Es kann zu Infektionsfällen in anderen europäischen Ländern und natürlich auch in Österreich kommen.“

● … über Panik: „Es gibt keinen Grund zur Panik, aber natürlich braucht es einen realistischen Blick auf die Dinge.“

● … über Verdachtsfälle in Österreich: „Auch in Österreich hatten wir 189 Verdachtsfälle, alle wurden negativ getestet. Wir können nicht davon ausgehen, dass es so bleibt. Wir sind hier auf alle Szenarien vorbereitet.“

● … über die Inhalte der Informationskampagne: „Womit wir es zu tun haben, wie wir uns schützen können, welche Infos richtig oder falsch sind.“

erstellt am 25. Februar 2020, 00:23

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