Corona-Pläne: Wien rüstet für heißen Herbst

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© APA/HELMUT FOHRINGER

Die Stadt Wien kann 6.000 Kranke in 30 Einrichtungen verteilt unterbringen.

 

Nach dem Aus für das Corona-Lazarett in der Messe Wien arbeitet Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) mit den Experten des Wiener Krisenstabs an den Einsatzplänen für einen heißen Herbst in Sachen Corona.

„Wir reden von einer ansteckenden Krankheit, die ihre Eigendynamik hat. Also daher gehe ich davon aus, dass es im Herbst gemeinsam mit Grippewelle zu einem Anstieg auch der positiven Fälle kommen wird“, sagte Hacker gegenüber dem ORF Wien.

Ansturm auf Notruf 1450 wird im Herbst erwartet

Wien stockt derzeit an allen Fronten die Personalkapazitäten auf: Nach Corona-Tracing und bei den Testungen allgemein wird jetzt auch das Personal der Notrufstelle 1450 aufgestockt, weil es zur Zeit der ersten Grippewelle sicher viel mehr Anrufe geben werde – die Symptome seien laut Hacker einfach zu ähnlich. Damit nicht jeder Patient ins Spital kommt, werden auch die mobilen Test-Teams aufgestockt.

Gratis-Grippeimpfung soll Spitäler frei halten

Dazu will die Stadt mit einer erstmals durchgeführten Gratis-Grippeimpfung eine Durchimpfungsrate von 25 Prozent erreichen – und so die Spitäler für Corona-Fälle entlasten. Parallel dazu wurden schon Plätze für 6.000 Kranke in 30 Einrichtungen als Ersatz für den Messe-Standort eingerichtet.

Und im Fall des Falles werde man auch planbare Operationen wieder verschieben, so Hacker – damit die Kapazität der Corona-Stationen sofort um bis zu 700 Intensiv-Betten erweitert werden kann.

erstellt am 02. August 2020, 23:10

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