Bankräuber trug bei Überfall 10er-Packung Klopapier

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© apa/oe24/viyana manset haber

Bei diesem Bankraub in der Donaustadt bleiben viele Fragen offen– und der Täter flüchtig.

Wien. Um 10.40 Uhr Freitagvormittag brach über eine Bawag-Filiale am Rennbahnweg in der Donaustadt der Alptraum herein: Ein mit Coronaschutz-Maske vermummter Mann, der mit einem Einkaufssackerl einer Lebensmittelkette und vermutlich mit einer 10er-Packung-Klopapier in das Geldinstitut kam und deshalb in diesen Zeiten kein Misstrauen erweckte, entpuppte sich als brutaler schießwütiger Räuber.
Was genau passiert ist, dass der Raub so eskalierte, ist noch unklar. So wie es aussieht mussten sich alle anwesenden Kunden im Foyer und beim Schalter auf den Boden legen– während der Mann sich am Schalter mit vorgehaltener schwarzer Pistole die Geldbeute aushändigen ließ.

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Nach Not-Operation ist Zustand von Opfer stabil

Eine 58-jährige Frau, die sich bei den Geld- und Kontoautomaten aufhielt, dürfte die Situation nicht ausgehalten haben und versuchte zu fliehen: Da schoss ihr der Täter, der ganz in Schwarz gekleidet war und rote Einweghandschuhe trug (über der Baseballmütze hatte zeitweise eine schwarz-weiß-gemusterte Haube) von hinten in den Rücken – das Opfer erlitt einen glatten Durchschuss durch eine Niere und den Bauch und wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Spital gebracht. Nach einer Not-OP ist der Zustand der Frau laut ÖSTERREICH-Infos stabil.
Vom Täter war zu Redaktionsschluss offiziell nur bekannt, dass ihm mit einem Bargeldbetrag die Flucht gelang – offenbar zunächst zu Fuß, dann per Damenrad, das vorne am Lenkrad einen Einkaufskorb hatte und wo er das Klopapier und Sackerl mit dem Geld ablegt hat.

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War Bankräuber vor dem Überfall einkaufen?

Einiges spricht jedenfalls dafür, dass in dem Sackerl. das er mit hatte, auch sein Einkauf des Tages drin war und dass der Räuber also vor dem Brutalo-Überfall ganz normal in einem Supermarkt gewesen war und dann auf die Bank ging. . .
Auf einem Video, das ÖSTERREICH zugespielt wurde, sieht man, dass er in de Filiale einige Packungen Geldscheine verlor, dass die Angeschossene sich am Boden vor Schmerzen wand, während er mit den anderen Geiseln plauderte als wäre nicht besonderes geschehen. Die Alarmfahndung mit allen verfügbaren Polizeikräften verlief bis Redaktionsschluss ergebnislos.

erstellt am 03. April 2020, 16:39

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