Auf Hausverwalter geschossen: ''Hatte Chip im Kopf''

Auf Hausverwalter geschossen: ''Hatte Chip im Kopf'' | Bei Delogierung in Wien-Wieden ausgerastet
© Symbolbild/Getty Images

Weil er per Chip „ferngesteuert“ war, schoss ein 33-Jähriger auf einen Hausverwalter.

 

Wenn es um das Motiv der Angeklagten geht, haben Österreichs Strafrichter schon so ziemlich alles gehört. Doch das könnte neu sein: Ein 33-Jähriger, der bei einer Delogierung auf den Hausverwalter schoss und im Prozess von Top-Anwalt Niki Rast vertreten wird, ist überzeugt: „Ich war ferngesteuert.“

Und zwar durch einen Mikro-Chip, der ihm während eines Drogenentzugs in den Kopf implantiert worden sein soll. Nur deshalb habe er im September nach einer Delogierung in Wien-Wieden die Nerven verloren und beim Hausverwalter angerufen: „Ich werde ihre Firma in die Scheiße reiten. Sie können mich Herrgott nennen“, drohte er am Telefon. Dann marschierte er mit einer Luftdruckpistole zum Hausverwalter und schoss aus nächster Nähe auf ihn. Dabei erlitt sein Opfer eine Einblutung in die Stirnhöhle und sein Jochbein wurde gebrochen, als ihm der Angeklagte auch noch die 1,3 Kilo schwere Waffe über den Schädel zog.

Die Sache mit dem Chip wird bei Gericht nicht so gut ankommen. Ein psychiatrischer Gutachter sprach von Schutzbehauptungen und attestierte dem 33-Jährigen Zurechnungsfähigkeit. Ihm droht Haft wegen schwerer Körperverletzung. Die Unschuldsvermutung gilt.

erstellt am 05. Jänner 2021, 00:15

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