Hundehalter wehren sich: Demo gegen neues Hundegesetz

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Wiens Hundehalter machen gegen die Verschärfung des Tierhaltegesetzes mobil.

Wien. Die neue Gesetzesnovelle des Wiener Tierhaltegesetzes sorgt für Zündstoff. „Wir lassen nicht zu, dass der beste Freund des Menschen durch Hetze aus den Städten verbannt wird“, heißt es auf Facebook. Wiens Hundehalter rufen am 28. Oktober zur Protestkundgebung „Nein zur generellen Maulkorbpflicht!“ vor dem Rathausplatz auf. Bisher haben sich mehr als 1.000 User angemeldet.

Mit der zwölften Novelle des Wiener Tierhaltegesetzes reagiert die Stadt auf den Tod eines Buben, der von einem Rottweiler gebissen worden war. Ab 25. Oktober gilt das Alko-Limit von 0,5 Promille für Kampfhundehalter. Wer dagegen verstößt, zahlt bis zu 1.000 Euro Strafe. Zusätzlich kommt eine Beißkorb- und Leinenpflicht für Listenhunde.

Hundeabgaben im Wiener Tierschutzverein

Kritik. Auch der Wiener Tierschutzverein (WTV) warnt erneut vor einem „unüberlegten Vorstoß der Anlassgesetzgebung in Sachen Listenhunde“. So meldeten sich beim WTV seit Bekanntwerden der Novelle täglich Dutzende verzweifelte Hundehalter. „Insbesondere redliche Halter von Listenhunden werden in der Öffentlichkeit angepöbelt. Etliche halten dem Druck nicht mehr stand und wollen sich schweren Herzens von ihren Hunden trennen. Wir hatten bereits zahlreiche Anfragen betreffend der Abgabe von Listenhunden, und zwar durchwegs von seriös an­mutenden Tierhaltern“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Finanziell sei dies für den privaten Verein nicht mehr stemmbar. „Die Verpflichtung, jetzt dafür zu sorgen, dass Listenhunde aufgenommen werden, liegt alleine bei der Stadt Wien und der zuständigen Stadträtin“ so Petrovic.

erstellt am 16. Oktober 2018, 22:21

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