Grüner Jungstar gegen Alt-Fundi

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Hipster fordert Polit-­Dino zu dreimonatigem Brutal-Duell um Wien.

Wien. Nach dem Rücktritt von Maria Vassilakou entbrennt jetzt die Schlacht um die zukünftige Spitze der Grünen voll. 

Der Jungstar. Peter Kraus (32), Polit-Ziehsohn und einst Vize-Büroleiter von Vassilakou, zieht für die neue grüne Generation in die Schlacht. Er ist ein Hipster, der abends gerne Clubbings frequentiert und als Sprecher der Grünen Andersrum freimütig bekennt, dass er bei Bärten schwach wird. Kraus steht für neue Ideen, die Einbeziehung der Digitalisierung und für moderne Parteistrukturen. Im ÖSTERREICH-Gespräch sagt er, dass „es wichtig ist, die rot-grüne Koalition zu retten, weil ich Wien nicht den Rechten überlassen will. Wir müssen uns dazu durchringen, dafür die grüne Bewegung völlig neu zu denken.“

Der Alt-Fundi. Auf der anderen Seite steht der gebürtige Vorarlberger – den Dialekt hat er nie abgelegt – David Ellensohn: Der 55-Jährige, der also älter als Maria Vassilakou (49) ist, steht für den grünen Fundi-Flügel. In seinem Lager träumt man von Revolution, einer Arbeiterbewegung weit links von SPÖ und ÖGB – und findet „Haschtrafiken“ als tatsächlich revolutionären Akt. Die Kraus-Fraktion hingegen geht in Grow Shops wie selbstverständlich shoppen. Ellensohn, der für die SPÖ ein rotes Tuch und Grund zur Aufkündigung der rot-grünen Stadtkoalition wäre, sagt im oe24.TV-Talk unmittelbar nach dem Rücktritt von Maria Vassilakou auch der SPÖ den Kampf an: „Wir sind natürlich zwei verschiedene Parteien. Das muss man sagen und sehen dürfen.“

Kraus zieht davon. Zum Start der Wahlkampagne, die – unglaublicherweise – erst bis zum 27. November per Briefwahl entschieden wird, dürfte Kraus jedenfalls schon davongezogen sein: Seinen Newsfeed haben sofort 400 Wiener abonniert – nicht einmal die Hälfte davon sind grüne Parteimitglieder. Sie dürften auch seine Unterstützer bei der Wahlkampagne sein, während Ellensohn auf seine linken Kader baut. 

erstellt am 03. September 2018, 06:40

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