Aufreger: Essen in der U-Bahn

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© APA/HANS KLAUS TECHT

Seit Dienstag gilt ein totales Ess-Verbot auf allen U-Bahn-Linien in Wien. 

Wien. Seit Dienstag gilt ein totales Ess-Verbot in allen U-Bahnen. Seitdem gehen die Wogen hoch: Einem Teil der Fahrgäste geht das nicht weit genug – sie wollen eine Ausweitung auf Bus & Bim –, den anderen zu weit. Immerhin sind von dem Ess-Verbot auch Apfel, Kekse und Mannerschnitten betroffen. Alkoholische Getränke sind schon länger verboten und das Verbot wird auch ­geahndet. 

Verbot. Dagegen wirkt das Essverbot etwas zahnlos. Es wird nicht gestraft, sondern freundlich ermahnt. Auch was den heftig diskutierten Keks für Kleinkinder betrifft, setzen die Wiener Linien auf „Taktgefühl“.     

Info-Offensive. Begleitet sollte die Einführung von einer „Info-Offensive“ werden. Davon war aber bei den ÖSTERREICH-Befragungen wenig zu spüren. Viele Fahrgäste wussten nicht, dass ein Ess-Verbot kommt bzw. schon in Kraft ist.

 

So testete ÖSTERREICH das Verbot

Einsatz. ÖSTERREICH-Reporterin Viktoria Waldhäusl hat am Dienstag das Ess-Verbot getestet. Alle U-Bahn-Garnituren wurden mit Piktogrammen ausgestattet, die das gesamte Bouquet an Verboten zeigen. Auch die digitalen Anzeigen beim Bahnsteig und Schilder bei den Abgängen erinnern an das Verbot. Trotzdem hat sie ihre Jause ausgepackt: mürbes Kipferl, Mannerschnitten, Apfel. Die Fahrgäste nahmen es gelassen. Sogar der Antiheld der Wiener-Linien-Kampagne, der Döner, ließ die Mitreisenden kalt. „Ich weiß vom Verbot, aber das ist mir ziemlich egal. Ich konzentriere mich lieber auf meine Zeitung“, kommentierte eine Passagierin lapidar. 

erstellt am 20. Jänner 2019, 17:23

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