Skandal bei Monte Paschi: Keine Überraschung für Wirtschaftsminister

Grilli: "Notenbank für Kontrollen zuständig".

Die Lage der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS), seit einigen Tagen im Strudel eines ausgedehnten Skandals um Derivatgeschäfte, ist für Italiens Wirtschaftsminister Vittorio Grilli keine Überraschung. "Wir wissen seit einem Jahr, dass sich die Bank in einer problematischen Lage befindet. Es gibt keine Signale, dass andere Geldhäuser ähnliche Probleme haben", betonte Grilli.

Laut dem Wirtschaftsminister sei die italienische Notenbank und nicht die Regierung für die Kontrolle der Banken zuständig.

Derivate und andere Handelsgeschäfte haben der Monte dei Paschi einen Verlust von etwa 720 Millionen Euro eingebrockt, sagte Bankchef Fabrizio Viola der Zeitung "Il Messagero". Anleger der ältesten Bank der Welt fürchten nun weitere Belastungen und eine Verstaatlichung der Bank.

Italiens drittgrößtes Geldhaus, das Staatsanleihen des Landes im Volumen von 24 Milliarden Euro hält, wollte sich mit Derivate-Geschäften gegen Zinsschwankungen bei den Papieren absichern, berichteten italienische Medien. Am Mittwoch hatte die Bank mitgeteilt, gegenwärtig würden drei Derivate-Geschäfte geprüft.

erstellt am 24. Jänner 2013, 15:21

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