Österreich fordert Ausbau der Binnen-Aquakultur

Entsprechende Mittelzuweisung notwendig.

Österreich hat beim EU-Fischereirat in Brüssel am Montag den "nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Ausbau" der Aquakultur verlangt. Die Förderfähigkeit der traditionellen Binnenaquakultur müsse erhalten bleiben, sagte der stellvertretende EU-Botschafter Österreichs Harald Günther. Gleichzeitig sollte auf die unterschiedlichen Anforderungen der Bedürfnisse zwischen der marinen und der Binnenaquakultur eingegangen werden.

Günther betonte, die Priorität der Aquakultur sei durch entsprechende Mittelzuweisung abzusichern. Unterstützung gebe es hier durch die bewährten Kontrollsysteme.

EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki betonte, es gehe darum, das Ökosystem zu respektieren, gleichzeitig müsse es eine profitablere und attraktivere Fischereinindustrie geben. Es sei wesentlich, eine Lösung für alle Probleme zu finden. Damanaki hatte vergangenes Jahr zur Aquakultur erklärt, dass bis 2030 zwei Drittel der Fischereiprodukte aus solchen Kulturen kommen werden. Die Nachfrage steige derzeit stark an. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (V) wiederum hatte im Vorjahr erklärt, er wolle Österreichs Selbstversorgungsgrad bei Süßwasserfisch bis 2020 nahezu verdoppeln - von derzeit rund 34 auf 60 Prozent. Die produzierte Menge würde dadurch um 2.400 auf jährlich 5.500 Tonnen steigen.

Der deutsche Vertreter begrüßte die Reformpläne und setzte sich vor allem für Rückwurfverbote (d.h. das Zurückwerfen von unerwünschten Beifängen ins Meer, Anm.) ein. Bei den Reformen dürfte es aber keine zusätzliche Bürokratie geben. Ein deutlicher Anstieg der Verwaltungskosten müsse vermieden werden, Kontrollsysteme seien einfach zu gestalten.

Portugal sprach sich für flexible Lösungen aus. Die Anlandepflicht (Gefangene Fische nicht einheimischer Arten für die weder ein Schonmaß noch eine Schonzeit festgesetzt sind, müssen angelandet und dürfen nicht in das Gewässer zurückversetzt werden, Anm.) sollte von fünf auf zehn Prozent in bestimmten Bereichen erhöht werden.

erstellt am 28. Jänner 2013, 11:30

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