Riesen-Wirbel um Kollektivverträge

Murauer Brauerei
© KRAFT . Das Murtal

Wegen der "Personalentwicklungen" soll eine neue GmbH gegründet werden.

Graz/Murau. Für Kritik sorgt die geplante personelle Umstrukturierung in der Murauer Brauerei, der jüngst eine Wirtschaftsförderung seitens des Landes zugesprochen wurde. Die Kritik: Um Lohnkosten zu sparen, wechseln manche Mitarbeiter in einen neuen Kollektivvertrag (KV).

Trotz Förderung wird an Personalkosten gespart


"Die Brauerei sitzt auf 19 Mio. Euro Eigenkapital und lässt sich großzügig aus dem steirischen Budget mit 216.000 Euro fördern. Trotzdem werden die Beschäftigten auf einen ungünstigeren Kollektivvertrag umgestellt, um die Personalkosten zu reduzieren", wütet Werner Murgg von der KPÖ. Der Vor wurf: Anstelle des Brauereien-K Vs sollen neue und Mitarbeiter der Flaschenabfüllanlage - für die im Übrigen die Wirtschaftsförderung vergeben wurde - unter dem deutlich schlechter bezahlten Handels-KV eingestellt werden.

Wie Geschäftsführer Josef Rieberer bestätigt, soll aufgrund der Personalentwicklungen 2019 ein Split des Unternehmens stattfinden: Neben der bestehenden Genossenschaft soll eine neue Produktions-GmbH das operative Geschäft übernehmen -damit die Produktion einschließlich der Abfüllanlage.

Die Angaben zum KV-Wechsel bleiben unklar


Auf ÖSTERREICH-Anfrage hin betont Rieberer, dass bestehende wie auch neue Mitarbeiter dem Brauerei-Kollektiv angehören werden.

Ein Versprechen, das ein Insider skeptisch sieht. Denn bei einer Betriebsversammlung wurden die Mitarbeiter im Vorfeld darüber informiert, dass ein KV-Wechsel anstehe.
 

erstellt am 12. September 2018, 11:58

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