Wr. Neustadt will doch neues Stadion bauen

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Schneeberger pfeift nach der SC-Pleite doch noch nicht ab. Jetzt muss aber Geld her.

Das 0:1 gegen Altach brach dem SC Wr. Neustadt am Sonntag endgültig das Genick. Ein Trauerspiel, denn der Rauskick aus der Bundesliga nach sechs Jahren ist damit fix. Noch dazu, da der Admira am selben Tag der Klassenerhalt mit dem 1:0 gegen Grödig gelang.

Stadionpläne
Nun müssen sich die Wr. Neustädter Kicker in der zweiten Liga halten. Denn wie berichtet, wackelt das neue Stadion: „Die Planungen hängen davon ab, wie es für den SC in der nächsten Saison läuft. Wenn er den Platz in der jetzigen Liga sichern kann, kommt ein neues Stadion“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) zu ÖSTERREICH.

Finanzierung
Kosten darf der Neubau 7,5 Mio. Euro, aufgebracht durch den Verkauf der alten Stadionliegenschaft und durch eine Drittelfinanzierung des Landes. Damit würden die Steuerzahler und das Stadtbudget nicht belastet. „Da wir keine Bundesliga-Auflagen erfüllen müssen, haben wir Zeit. Die Pläne werden in Gremien diskutiert und Ende Juni im Gemeinderat“, so der Stadtchef.

Zukunft
„Wir müssen jetzt hart arbeiten und schauen, wie viel Unterstützung wir von Sponsoren und Politik erhalten“, sagt SC-Manager Günter Kreissl. Entscheidungen über etwaige Personalfragen sollen in der heutigen Vorstandssitzung fallen.

Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP): »Stadion ist Chance für Neubeginn«

ÖSTERREICH: Wie sehen die Stadionpläne nun genau aus, nachdem der SC Wr. Neustadt abgestiegen ist?

Schneeberger: Wenn der SC in der Ersten Liga bleibt, wird eine neues Stadion gebaut. Allerdings will ich dann auch eine engere Zusammenarbeit aller vier Wr. Neustädter Fußballvereine. Nicht jeder soll für sich allein arbeiten, sondern vernetzt handeln, mit starkem Fokus auf die Jugendförderung. Die Investition muss sich rentieren. Das geht nur mit voller Auslastung. Das ist die Chance für eine Neuaufstellung des Fußballs in Wr. Neustadt.

ÖSTERREICH: Wie wird das neue Stadion finanziert und wohin wird es gebaut?

Schneeberger: Die Maximalkosten betragen 7,5 Mio. Euro. Etwa 5 Mio. sollen aus dem Verkauf der alten Stadionliegenschaft lukriert werden. 2,5 Mio. zahlt das Land NÖ. Gebaut werden soll ein kleines, feines Stadion mit bis zu 4.000 Plätzen neben der Aqua Nova im Gebiet der Civitas Nova. Die Baugründe gehören bereits der Stadtgemeinde.

erstellt am 02. Juni 2015, 07:15

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