26. Salzburger Bergfilmfestival

26. Salzburger Bergfilmfestival
© bergsteigen.com

In seiner bereits 26. Auflage bietet das zwölftägige Festival ab 13. November ein breites Film-, Vortrags- und Diskussionsprogramm.

Salzburg. Das 26. Salzburger Bergfilmfestival bietet von 13. bis 24. November im Filmkulturzentrum "Das Kino" ein breites cineastisches Angebot rund um die Themen Berg und Abenteuer an. Ergänzt wird das Filmprogramm von Vorträgen und dem im Vorjahr installierten Format "Film & Gespräch". Zugleich scheuen die Veranstalter auch die Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Entwicklungen im Alpinismus nicht.

"Wir erzählen in unseren Filmen, wie schön es in den Bergen ist, und stellen dann fest, dass sich immer mehr Menschen im Gebirge bewegen", sagte Festival-Mitbegründer Thomas Neuhold bei der Präsentation des Programms am Dienstag. Dem Spannungsverhältnis von Alpinismus und Tourismus werde darum mit einer eigenen Podiumsdiskussion mit Vertretern von Alpenverein, Bergrettung und Touristikern Rechnung getragen. Thema: "Zerstört der Bergsport das, was er sucht, indem er es findet?"

Das Filmprogramm spannt in diesem Jahr den Bogen vom klassischen Erzählkino mit internationalen Stars wie Hans Kammerlander oder Alex Honnold bis hin zu kleinen, experimentierfreudigen Clips der lokalen Szene. "Vom Yosemite-Nationalpark bis zur Skitour auf den Kapuzinerberg", fasste es Festival-Leiter Martin Hasenöhrl zusammen. Wichtig sei jedoch stets eine gewisse filmische Qualität. "Wir zeigen Bergfilme mit persönlicher Handschrift, mit einer Haltung zum Bergsteigen und zum Unterwegssein."

Geografisch werden die Besucher unter anderem zum Skifahren nach Nordkorea, Klettern in Grönland, Bergsteigen in Georgien, Radfahren durch Afrika, auf eine schwedische Insel, in die Tiefen der Weltmeere oder auf eine Schweizer Alm geführt. An vielen der Premierenabende sind auch die Filmschaffenden persönlich vor Ort und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Zur Eröffnung am 13. November kommt mit Gerlinde Kaltenbrunner jene Alpinistin ins Halleiner Stadtkino, die als erste Frau alle 14 Achttausender ohne Hilfe von Flaschensauerstoff bestiegen hat. Und auch wenn es nach ihrem spektakulären Gipfelsieg auf dem K2 im Jahr 2011 ruhiger um sie geworden ist, den Bergen hat Kaltenbrunner natürlich nicht Adieu gesagt.

An ihre Seite als Vortragende gesellen sich im Laufe des zwölftagigen Festivals auch der steirische Bergführer und Fotograf Paul Sodamin, der Pinzgauer Extrem-Mountainbiker Harald Philipp und mit Andreas Jentzsch-Rabl der vermutlich versierteste Autor von Klettersteigführern. Zugleich wird im Rahmen des heurigen Bergfilmfestivals - erstmals in Salzburg - der Paul-Preuss-Preis 2019 verliehen, mit dem herausragende Bergsteiger und Kletterer ausgezeichnet werden. Preisträger ist dabei der sächsische Ausnahmekletterer Bernd Arnold, der im Anschluss einen Vortrag halten wird.
 

erstellt am 05. November 2019, 13:27

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