VdB räumte in ganz Wien ab

VdB Schmidauer
© APA/HERBERT PFARRHOFER

Sogar Simmering wählte Norbert Hofer ab.

Der Erdrutschsieg für Alexander Van der Bellen fiel in Wien besonders gewaltig aus: Sogar bei den Resultaten ohne die traditionell grün-freundlichen Wahlkartenwähler liegt er in allen 23 Bezirken vorn – zwischen 81,0 Prozent in Neubau und knappen 50,8 Prozent in Simmering liegen alle Resultate.

1. Innere Stadt: Hofer 26,51%, VdB 73,49%
Stenzel schadet Hofer. Die FPÖ-Stadträtin war im Wahlkampf hochaktiv - in "ihrer" City setzte es ein Debakel. Fast eine Dreiviertelmehrheit für Van der Bellen in der Innenstadt.

2. Leopoldstadt: Hofer 29,06%, VdB 70,94%
Grüne Hochburg. Offenbar war es kein Zufall, dass die Leopoldstadt kürzlich von den Grünen erobert wurde - Van der Bellen schaffte den Sprung über die 70-Prozent-Marke.

3. Landstraße: Hofer 28,10%, VdB 71,90%
Straches Heimat ist grün. Der ­Heimatbezirk von HC Strache wurde auch für Hofer zum Waterloo – hier kam VdB sensationell ebenfalls klar über 70 Prozent.

4. Wieden: Hofer 22,80%, VdB 77,20%

Grünes Kernland. Blieb Van der Bellen auf der Wieden im Mai noch knapp unter 75 Prozent, schaffte er nun klar eine Dreiviertelmehrheit im rot-grünen Nobelbezirk.

5. Margareten: Hofer 25,78%, VdB 74,22%
FPÖ hoffte auf Gürtel-Bauten. Die Hoffnung der FPÖ, in den Gemeindebauten am Gürtel abräumen zu können, platzte. Ebenfalls fast eine Dreiviertelmehrheit für Van der Bellen.

6. Mariahilf: Hofer 21,51%, VdB 78,49%
VdB-Heimspiel. Im roten Mariahilf lieferte der Ex-Grüne Van der Bellen ein Power-Heimspiel ab: Auf höchstem Niveau noch einmal knapp zwei Prozent mehr als am 22. Mai erreicht.

7. Neubau: Hofer 18,98%, VdB 81,02%
Grünes Nordkorea. Hatte VdB am 22. Mai noch exakt 80 Prozent erreicht, mutet das Sonntag-Ergebnis noch nordkoreanischer an: 81,02 Prozent sind Österreich-Rekord.

8. Josefstadt: Hofer 21,16%, VdB 78,84%
Schwarzer Bezirk ergrünt. Wie schon im Mai wählt der einzige konservative „Bobo-Bezirk“ innerhalb des Gürtels fast geschlossen grün – 78,8 % sind der zweitbeste Wert für VdB,

9. Alsergrund: Hofer 21,74%, VdB 78,26%
Roter Bezirk ergrünt. Am roten ­Alsergrund konnte Van der Bellen gegenüber Mai nochmals fast zwei Prozentpunkte zulegen. Hofer war rund ums AKH und die Uni chancenlos.

10. Favoriten: Hofer 44,85%, VdB 55,15%
Größter Bezirk. Der bevölkerungsstärkste Bezirk entschied sich trotz enormen FPÖ-Aufwands im Wahlkampf noch klarer als im Mai – 55,1 % für VdB sind plus 2,1 Prozentpunkte.

11. Simmering: Hofer 49,16%, VdB 50,82%

VdB dreht Simmering. Der – auch inklusive Wahlkarten – einzige blaue Bezirk Wiens wird zwar nicht gerade zu „Bobostan“ – aber die Sensation ist da: VdB schafft hauchdünn die Mehrheit.

12. Meidling: Hofer 37,71%, VdB 62,29%

Quantensprung. In der politischen Heimat von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) schaffte Van der Bellen ­relativ locker den Sprung über die Marke von 60 Prozent.

13. Hietzing: Hofer 31,76%, VdB 68,24%

ÖVP-Domäne wählt grün. Einer der gestandensten konservativen Bezirke schlägt sich – trotz Stenzel-Einsatzes – glasklar auf die Seite von Alexander Van der Bellen.

14. Penzing: Hofer 35,39%, VdB 64,61%

2,5 Prozent Plus. Im Arbeiterbezirk im Westen Wiens legt Alexander Van der Bellen stolze 2,5 Prozentpunkte zu – und nähert sich damit schon einer Zweidrittelmehrheit.

15. Rudolfsheim-Fünfhaus: Hofer 30,95%, VdB 69,05%

Blaue Hoffnung platzt. Im Bezirk mit den niedrigsten Einkommen hatte die FPÖ große Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis – am Ende stimmten fast 70 Prozent für Van der Bellen.

16. Ottakring: Hofer 33,67%, Vdb 66,33%

Häupls Heimat. Im Heimatbezirk von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), ebenfalls einstiges FPÖ-Hoffnungsgebiet, schrammt VdB hauchdünn an der Zweidrittelmehrheit vorbei.

17. Hernals: Hofer 30,65%, VdB 69,35%

Rot-grüner Westen. Der rote Gürtelbezirk kämpft mit vielen sozialen Problemen – eigentlich ein Fall für die Hofer-Kampagne. Trotzdem erreichte VdB 69,35 Prozent.

18. Währing: Hofer 25, 75%, VdB 74,25%
Schwarz-Grün. Erst seit 2015 ist dieser Bezirk grün regiert. Offenbar haben auch alle ehemaligen ÖVP-Wähler hier für Van der Bellen gestimmt – fast eine Dreiviertelmehrheit.

19. Döbling: Hofer 31,73%, VdB 68,27%

Tillers Regimenter. ÖVP-Bezirkskaiser Adi Tiller verteidigt seit Jahrzehnten diese schwarze Hochburg. Diesmal wählten auch seine Stammwähler mit gewaltiger Mehrheit VdB.

20. Brigittenau: Hofer 36,57%, VdB 63,43%

Blaues Wunder blieb aus. Der Arbeiterbezirk an der Donau galt lange als Hoffnungsgebiet der FPÖ – auch hier gewann Van der Bellen noch einmal zwei Prozentpunkte dazu.

21. Floridsdorf: Hofer 47,73%, VdB 52,27%

Geplatzte Hoffnung. Bei der ersten Stichwahl war Floridsdorf am Wahlabend Blau. Erst die Wahlkarten drehten das Resultat – diesmal gibt es von Anfang an klare Verhältnisse.

22. Donaustadt: Hofer 44,50%, VdB 55,50%
Serien-Überraschung. Schon im Mai hatte die FPÖ geglaubt, im flächenmäßig größten Bezirk siegen zu können, jetzt wurde sie noch schlimmer enttäuscht: plus 2,4 % für VdB.

23. Liesing: Hofer 41,27%, VdB 58,73%
Häupl-Kritiker für VdB. In Liesing ist die SPÖ am kritischsten gegenüber dem rot-grünen Kurs von Michael Häupl – die Genossen wählten trotzdem massenhaft VdB …

erstellt am 05. Dezember 2016, 08:10

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