Van der Bellen gewann in allen Bezirken dazu

Van der Bellen Hofer
© APA/HELMUT FOHRINGER

Für die Regierungspartei FPÖ ist das Ergebnis in OÖ eine schwere Schlappe.

Nach dem ersten Wahlgang im April war die OÖ-Landkarte mit ganz wenigen Ausnahmen blau eingefärbt, Norbert Hofer (FPÖ) hatte in fast allen ­Gemeinden die meisten Stimmen erhalten. Umso ernüchternder ist das Ergebnis der Präsidenten-Stichwahl vom Sonntag für Landes-Vize Manfred Haimbuchner (FPÖ). Hofer verlor gegenüber der ersten Stichwahl in ausnahmslos allen Bezirken, selbst in den blauen Hochburgen im Innviertel und im FPÖ-regierten Wels.

Für Haimbuchner ist der Triumph von Alexander Van der Bellen (VdB) ein „Pyrrhussieg des Establishments, das ein Retro-Hochamt feiert“. Damit werde das alte System weiter bestehen bleiben. Als einen der Gründe für den Sieg des von den Grünen unterstützten Kandidaten ortet Haimbuchner dessen „Angstmache“ im Wahlkampf.

Keine Gratulationen 
für VdB von Pühringer
Großer Jubel herrscht freilich bei den oberösterreichischen Grünen. Hierzulande schnitt VdB sogar noch besser ab als bundesweit. Laut Hochrechnung ließ er seinem blauen Kontrahenten mit 54,65 zu 45,35 Prozent keine Chance. Grünen-Chefin Maria Buchmayr bezeichnet den Wahlsonntag als „historischen Tag“. VdB sei ein „Präsident der Mitte, der allein den Menschen in unserem Land und seinem besten Wissen und Gewissen verpflichtet ist“.

Gratulationen gab es auch von LH Josef Pühringer (ÖVP) – aber nur für Parteikollegin Elisabeth Paruta-Teufer, die die Bürgermeisterwahl in Freistadt gewann. Zur Präsidentenwahl gab er sich betont emotionslos: „Ich nehme die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger zur Kenntnis.“

(ort)

erstellt am 05. Dezember 2016, 09:01

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