Stadt Wien "auf alles vorbereitet"

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Vize-Magistratsdirektor Müller rechnet nicht mit schlechtem Zustand der Flüchtlinge.

Die Stadt Wien ist auf die Ankunft der Flüchtlinge aus Ungarn "zu 100 Prozent vorbereitet" - man rechne aber nicht damit, dass sich die Menschen in einem sehr schlechten Zustand befinden, betonte der stellvertretende Magistratsdirektor Wolfgang Müller Samstagfrüh gegenüber der APA. Um 10.00 Uhr findet eine weitere Lagebesprechung des Innenministeriums statt.

Bei einer solchen Sitzung gestern Nacht habe sich das Innenministerium unter anderem mit der Stadt Wien und den anderen betroffenen Bundesländern, den ÖBB sowie mit Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz, dem Arbeitersamariterbund und der Caritas koordiniert, berichtete ein Sprecher. Nun gebe es laufend weitere Lagebesprechungen. Dabei gehe es um die Ein- und Weiterreise der Flüchtlinge und Versorgungsfragen.

Wiener Rettung am Westbahnhof stationiert

Man habe bereits gestern begonnen, sich auf die Ankunft der Flüchtlinge vorzubereiten, vor allem im Sanitätsbereich, erklärte auch Magistratsdirektor-Stellvertreter Müller. Der Katastrophenzug der Wiener Rettung sei am Westbahnhof und am Hauptbahnhof vor Ort. Man wisse nicht, in welchem Zustand sich die Menschen befinden, bisher habe man aber noch keine negativen Meldungen bekommen. Man sei "jederzeit in der Lage, zu reagieren", betonte Müller.

Erstversorgung findet bei den Grenzen statt

Über Nacht seien etwa 800 Personen angekommen und nach Deutschland weitergereist. Insgesamt rechnet Müller mit bis zu 3.000 Menschen. Davon seien aber nur wenige wirklich zu versorgen, denn eine Erstversorgung finde bereits bei der Grenze statt.

Für den Fall, dass Flüchtlinge in Wien bleiben wollen, habe man Hunderte Unterbringungsplätze im Bereich der Spitäler der Stadt in der Hinterhand, erläuterte Müller. Bisher wollten sie den Bahnhof allerdings nicht verlassen, weshalb er nicht damit rechnet, dass die Quartiere tatsächlich gebraucht werden.

Der Schwerpunkt liegt derzeit am Westbahnhof, wo die Caritas die Hilfe koordiniert. Die Zusammenarbeit mit den freiwilligen Hilfsorganisationen "funktioniert wirklich vorbildlich". Er wolle sich auch "ausdrücklich bedanken für die Hilfsbereitschaft der Wienerinnen und Wiener", unterstrich Müller. Wer helfen will, solle sich diesbezüglich an die Caritas wenden, bat er.

erstellt am 05. September 2015, 09:26

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