Petzner bringt Mitangeklagte in Bedrängnis

Petzner Landesgericht
© TZOe Raunig

Er habe gewusst, dass es für die Broschüre Landesgelder gab.

Der ehemalige BZÖ-Abgeordnete und einstige Pressesprecher Jörg Haiders, Stefan Petzner, hat am zweiten Tag des Untreue-Prozesses um die BZÖ-Wahlbroschüre am Landesgericht Klagenfurt ein umfassendes und reumütiges Schuldeingeständnis abgelegt.

Geständnis
Petzner betonte, der Werbewert für das BZÖ sei geplant und ­beabsichtigt gewesen, ihm sei auch klar gewesen, dass die Broschüre aus Landesgeld bezahlt werden würde. Nach der Belehrung durch Richter Christian Liebhauser-Karl, für ein reumütiges Geständnis müsse er auch zugeben, dass er wissentlich mit seinen Handlungen dazu beigetragen habe, fragte dieser Petzner: „Fühlen Sie sich im Sinne der Anklage schuldig?“ Die Antwort Petzners lautete: „Ja.“

Geständnis
Petzner betonte, nie jemanden getäuscht zu haben, weder die Ermittlungsbehörden noch die Vorstände der Landesimmobiliengesellschaft (LIG).

Fahrplan
Mit seinem Eingeständnis bringt Petzner nun die weiteren Angeklagten in Bedrängnis. Am 23. Jänner werden Harald Dobernig und Gerhard Dörfler, am 27. Jänner Rene Oberleitner und Johann Polzer, am 31. Jänner Uwe Scheuch einvernommen. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

erstellt am 19. Jänner 2017, 08:39

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