Landes- Vater von Asyl-Welle überrollt

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© mediabox.at/Schwarzl

20 Jahre Siege – damit ist Schluss: Pühringer wird wohl in absehbarer Zeit gehen.

Linz. Der 65-jährige Polit-Fuchs versteht die Welt nicht mehr: Seit 20 Jahren ist Josef Pühringer Landeshauptmann, seine schwarz-grüne Koalition hat beste Wirtschaftsdaten vorzuweisen, der Landeschef hat bundesweit eine mächtige Position – doch das Asylthema hat den gebürtigen Trauner buchstäblich überrollt. Am Sonntag verliert seine Partei mehr als 10 Prozentpunkte – die FPÖ kommt ihm gefährlich nahe. „Überall, wo ich hinkam, wollte man über Flüchtlinge reden“, sagte er verzweifelt. Ohne Pühringer wäre es noch schlimmer gekommen: Laut einer Umfrage von Peter Hajek nannten 95 % der ÖVP-Wähler Pühringer als Wahlmotiv.

Rücktritt erst später. Pühringer hatte vor der Wahl gegenüber ÖSTERREICH zwar angekündigt, keinesfalls zurücktreten zu wollen, trotzdem ist der Landeshauptmann angezählt. Oberösterreichische Polit-Insider rechnen damit, dass er eine Nachfolge-Koalition einfädeln und sich dann aber zurückziehen wird.

Ein Nachfolger scharrt in den Startlöchern: Landtagsklubchef Thomas Stelzer.


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erstellt am 27. September 2015, 23:36

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