Das Oberösterreich-Wahlergebnis im Detail

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FPÖ verdoppelt. Polit-Desaster für ÖVP und SPÖ. Die Details hier.

In Oberösterreich bahnt sich nach der Landtagswahl am Sonntag ein Machtwechsel an. Die ÖVP wurde zwar Erste, rutschte aber von 46,8 auf 36,4 Prozent ab. Die FPÖ verdoppelte ihre Stimmen von 15 auf über 30 Prozent und verdrängte die SPÖ, die von 25 auf 18,4 Prozent absackte, von Platz zwei. Die Grünen legten leicht von 9,2 auf über zehn Prozent zu, können aber keine Koalition mehr mit der ÖVP bilden.

Aktuelle Hochrechnung

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ÖVP und Grüne, die gemeinsam als erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene zwölf Jahre lang regierten haben, haben laut den Hochrechnungen keine Mehrheit mehr im Landtag. Rechnerisch mögliche Zweier-Koalitionen sind Schwarz-Blau, Schwarz-Rot und Blau-Rot. Die Spitzenkandidaten ließen sich in ihren ersten Statements auf Koalitionsspekulationen nicht ein. Lediglich der Grüne Rudi Anschober sprach sich für eine "Allianz der Menschlichkeit" von ÖVP, SPÖ und Grünen gegen die FPÖ aus. Der Freiheitliche Manfred Haimbuchner schloss eine blau-rote Koalition aus. Er habe immer gesagt, dass die stärkste Partei den Landeshauptmann stellen soll.
 
Hochrechnung: So verteilen sich die Mandate
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Der sichtlich gezeichnete Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) hielt sich noch bedeckt. Als Erster im Land werde er jetzt den Wählerauftrag wahrnehmen und in den kommenden Tagen mit allen Parteien erste Sondierungsgespräche über eine mögliche Zusammenarbeit in der bevorstehenden Legislaturperiode führen. "Ich schließe derzeit nichts aus und nichts ein", meinte er in Bezug auf mögliche Regierungskonstellationen. In konkrete Koalitionsverhandlungen werde er aber erst nach den Bürgermeisterstichwahlen am 11. Oktober treten. Ob er noch die volle Funktionsperiode im Amt bleiben werde, beantwortete der Landeshauptmann vorerst nicht. SPÖ-Chef Reinhold Entholzer bot sich der ÖVP als Partner an, betonte aber, dass "die ÖVP das Sagen hat".
 
Keine Konsequenzen
Von personellen und persönlichen Konsequenzen war am Wahlabend noch keine Rede. Entholzer meinte, dass er weder ein "Sesselkleber" sei, noch "davonlaufen" werde. Der Wahlausgang habe jedenfalls keine personellen Ursachen gehabt, sondern sei vom Asylthema dominiert gewesen. Über das zentrale Wahlmotiv "Flüchtlinge" waren sich am Sonntag nicht nur alle Parteien, sondern auch die Meinungsforscher einig. Anschober sprach in diesem Zusammenhang gar von einem Wahlsieg der Grünen mit einem menschlichen Kurs. Auch Entholzer zeigte sich "stolz", dass sich die SPÖ für die "Menschlichkeit" entschieden habe".
 
"Wir haben einen Preis bezahlt, den wir nicht verschuldet haben", meinte dagegen Pühringer. Die Landtagswahl sei eine "Abstimmung über die Flüchtlingsfrage" gewesen. Gleichzeitig zeigte sich Pühringer aber auch erfreut, den ersten Platz gehalten zu haben.
 
Nach der Steiermark und dem Burgenland zum dritten Mal in Folge gescheitert sein dürften die NEOS. Spitzenkandidatin Judith Raab schaffte mit 3,5 Prozent die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag nicht.
 

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erstellt am 27. September 2015, 19:18

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