"Das Asyl-Chaos muss Konsequenzen haben"

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SPÖ-Stadträtin Sonja Wehsely reisst der Geduldsfaden.

Nach den roten Top-Politikern Harry Kopietz und Christian Oxonitsch reißt auch der zuständigen SPÖ-Stadträtin Sonja Wehsely der Geduldsfaden angesichts der Zustände im Flüchtlings­lager Traiskirchen: „Unfassbar. Das gibt es doch nicht, dass dem Innen­ministerium 12-Jährige einfach verloren gehen.“

Wehsely erklärt, dass der Asylskandal um 14 verlorene Kinder, von dem ÖSTERREICH berichtete – vier fehlten Samstag immer noch –, kein Einzelfall ist: „Als wir Ende Juli 50 unbegleitete Mädchen rausholen wollten, waren auch nur 22 da. Die Wurstigkeit der Behörden ist inakzeptabel. Das muss Folgen haben. Ich gehe davon aus, dass Innenministerin Mikl-Leitner weiß, was ihre politische Verantwortung nun ist“, fordert sie indirekt ­deren Rücktritt ein.

Flüchtlingskoordinator Peter Hacker kündigt an. „Am Montag stehen wir wieder vor dem Lagertor. Wir holen jetzt alle Kinder und alle Mädchen unter 19 Jahren aus dem Irrsinn Traiskirchen raus und betreuen sie in Wien.“ (gaj)

erstellt am 22. August 2015, 20:32

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