Asyl-Protest: Die 15 Männer ziehen wieder ab

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Warum die Asylwerber nicht nach Lofer wollen, ist bislang nicht klar.

Salzburg. Von Freitag bis Montag schlugen 15 Syrer vorm Schloss Mirabell ihr Lager auf. Sie protestierten gegen ihre Unterbringung in der Flüchtlingsunterkunft in Lofer. Am Montag gelang es Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ), den Protest zu beenden. „Wir haben den 15 Flüchtlingen, die seit Freitag vor dem Schloss gegen eine Unterbringung in Lofer protestierten, mithilfe eines Dolmetschers klar gemacht, dass die Stadt für sie nicht zuständig ist.“

Gleichzeitig wurden Caritas und Polizei zum Schloss Mirabell bestellt, um eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Laut Stadtvize Harry Preuner (ÖVP), hätten sich die 15 Syrer für ihr Vorgehen entschuldigt und ihre Habseligkeiten und Matratzen weg geräumt. Nun liegt es am Land, sich um die Flüchtlinge zu kümmern und sie ausreichend zu informieren.

Kritik von der FPÖ

Von Seiten der FPÖ hagelte es aber Kritik: „Es ist kontraproduktiv, vor dem Schloss Mirabell zu campieren. Vor allem, wenn die Stadt nicht einmal zuständig ist“, so Klubobmann Andreas Reindl. Für ihn bleibt die Frage, warum einer der Syrer, dem sich die anderen Demonstranten angeschlossen haben, aus der Unterkunft in Lofer verwiesen wurde, ungeklärt.

erstellt am 24. August 2015, 13:33

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