Asyl-Debatte: "Haben Sie keine Angst"

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Vergleichsweise sachlich verlief die Debatte im Landtag zum Reizthema Asyl.

6.500 Flüchtlingen sind in der Steiermark, bis zu 11.500 könnten es laut Land werden - mit bis zu 18.000 rechnet die FPÖ, wie Klubchef Mario Kunasek im Landtag schilderte. Drei dringliche Anfragen brachte die FPÖ ein, "bei allem Verständnis für die Flüchtlinge darf der Verstand nicht aussetzen", so Kunasek. Er fordert u. a. gerechte Verteilung innerhalb Österreichs, Sach- statt Geldleistungen für Flüchtlinge und mehr Polizei in der Steiermark. Die FPÖ ist gegen Quoten.

Appell
Betont sachlich argumentierte LH Hermann Schützenhöfer: es gehe um "Herz und Verstand. Wenn man kann, und wir können viel, dann muss man helfen", so der LH, der Ungarns Premier, Viktor Orbán, ohne ihn beim Namen zu nennen, einen "Despoten" nannte. Schützenhöfer bekannte sich zu Quoten in den Gemeinden als letztes Mittel, vor allem aber rief er zum Zusammenhalt auf. Seine Botschaft an die Steirer: "Haben sie keine Angst, lassen Sie sich nicht in Angst versetzen. Wir werden das schaffen."

Hilfe

Schützenhöfer wie auch Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) bedankten sich bei allen Helfern. "ich bin stolz darauf", betonte Kampus. Auch sie appellierte, gemeinsam die Herausforderung zu bewältigen. Eine weitere dringliche Anfrage war an Spitalslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) gerichtet - u. a. welche tropischen Krankheiten bei Flüchtlingen registriert worden sind. Die Antwort: seit zehn Jahren sind keine Krankheiten aufgetreten.

erstellt am 08. September 2015, 10:04

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