Wien: FPÖ 
immer stärker

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Sechs Monate vor der Wien-Wahl verspürt die FPÖ klar Aufwind und rückt an die SPÖ heran.

Bei der Wien-Wahl im Oktober könnte es ein größeres Politbeben geben. Denn laut aktueller ÖSTERREICH-Gallup-Umfrage (400 Befragte von 5. bis 8. Mai) holt die FPÖ von Heinz-Christian Strache immer mehr auf – die rot-grüne Koalition schrammt indessen an der 50-%-Marke und läuft Gefahr, ihre Mehrheit im Landtag zu verlieren. Hier die Ergebnisse im Detail:

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Häupl muss auf starkes ­Finish der SPÖ hoffen

■ Die SPÖ von Michael Häupl käme demnach auf 37 %. Dieser Wert ist zwar seit der letzten Umfrage im April stabil – im Vergleich zur Landtagswahl 2010 verliert Häupls Partei allerdings satte 7,3 Prozentpunkte. Häupl muss auf ein starkes Wahlkampf­finish hoffen. Und auf den Wahltrend, dass es die Wähler am Ende doch zum Amtsinhaber zieht – dies ist ja auch in Großbritannien zu sehen. Dies umso mehr, als Häupl bei der Bürgermeisterwahl haushoch vor Strache führt (siehe Kasten rechts).

■ Die FPÖ holt auf. Und doch: Heinz-Christian Straches FPÖ ist deutlich im Aufwind – ohne dass der FPÖ-Chef groß etwas tun muss. Laut aktueller Erhebung kommen die Blauen auf 28 %. Ein Punkt mehr als noch im April und 2,2 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2010. Das FPÖ-Wahlziel von 30 Prozent scheint damit nicht ganz aus der Welt.

■ Die Grünen von Maria Vassilakou machen zwar keine besonderen Höhenflüge, sie legen aber zu und kommen aktuell auf 13 %. Immerhin hätten die Grünen zusammen mit der SPÖ erneut eine Mehrheit, wenngleich auch nur noch eine hauchdünne.

■ ÖVP fällt zurück. Und die ÖVP? Wien bleibt für die Schwarzen ein schwieriges Terrain: Sie kommen aktuell nur noch auf 12 % – ein Punkt weniger als im April, zwei Punkte weniger als 2010. Die Neos wiederum kommen auf Anhieb in den Landtag – mit sieben Prozent

Häupl bei Direktwahl top

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Wiens Bürgermeister Michael Häupl regiert seit fast 21 Jahren die Hauptstadt – und hat einen entsprechenden Amtsbonus. 51 % der Wiener würden Häupl direkt zum Stadtchef wählen, wenn das ginge. Herausforderer Strache kommt derzeit nur auf 23 %, ÖVP-Chef Juraczka gar nur auf elf Prozent.

erstellt am 08. Mai 2015, 23:24

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