Land schnürt Paket für den Asyl-Ansturm

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© TzOe

Derzeit werden in der Steiermark 6.479 Menschen betreut, 500 Plätze sind frei.

Das Land bereitet sich darauf vor, dass das Flüchtlingsthema „nicht bis Weihnachten erledigt“ ist, sagt Landesrätin Doris Kampus (SPÖ). Man müsse alle Kräfte bündeln.

● Koordinator: Seit Dienstag ist der neue Flüchtlingskoordinator, Kurt Kalcher, im Amt: „Ich werde mit allen Bürgermeistern Kontakt aufnehmen, wo es noch keine Flüchtlinge gibt. Wir können uns da nicht hinwegturnen.“ Zweite Stoßrichtung Kalchers ist es, das ehrenamtliche Engagement zu koordinieren.

● Hotel: Eingerichtet wird eine Hotline für alle Anfragen unter 0800 800 262, dazu gibt es ab nächster Woche eine Online-Plattform, die Hilfsangebote austauscht. Zwei neue Dienstposten sind in der Landesverwaltung eingerichtet. Kampus: „Die Logistik darf kein Flaschenhals sein.“

● Mehr Plätze. 6.479 Flüchtlinge sind in der Steiermark. Drei neue Betreiber für 500 Plätze wurden gefunden: Arbeitersamariter Bund, Volkshilfe und die WK-Lehrlingshäuser. Weitere Angebote bestehen. Das Land bevorzugt kleine bis mittelgroße Quartiere – die Kosten liegen heuer bei zehn Millionen Euro.

Etwa 40 Prozent aller Asylanträge wurden bisher anerkannt.

Schlepper-Kontrollen: Steiermark blickt an die Südgrenze

Noch gibt es laut der Landespolizeidirektion keine Hinweise darauf, dass Schlepper die Schwerpunktkontrollen in Ostösterreich via Kroatien, Slowenien und die Steiermark „umfahren“ könnten. Die Beamten in den Grenzregionen seien allerdings sensibilisiert. An der Botschaft in Zagreb hat die Polizei einen Verbindungsoffizier – auch die Geheimdienste sind befasst.

Ihre Erkenntnisse: Die alte Gastarbeiterroute dürfte vorerst nicht zum Schlepperpfad werden: Kroatien kontrolliert seine EU-Außengrenze gegenüber Serbien, zwischen Kroatien und Slowenien verläuft die Schengen-Grenze – auch hier wird von Slowenien im Hinterland kontrolliert.

erstellt am 02. September 2015, 10:27

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