Horn rüstet sich für Flüchtlinge

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Doch keine 500 Asylwerber für 6.500-Einwohner-Stadt. Denn Horn zeigt Solidarität.

Horn. Aufatmen beim Horner Bürgermeister Jürgen Maier (ÖVP). Denn mit dem Einzug von 100 Flüchtlingen in das Stephansheim konnte er den Plan von Innenministerium Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), die Radetzky-Kaserne zu öffnen, vorerst abwenden.

Nix ist fix. Denn am Freitag läuft das Ultimatum der Ministerin ab, wonach alle Bundesländer ausreichend Quartiere schaffen müssen, sonst halten Kasernen her. Für Horn hieße das: 500 Asylwerber – mit Kaserne und Stephansheim. „Falls Kasernen geöffnet werden, werden zuerst die Bundesländer herangezogen, die die Quote nicht erfüllen. Niederösterreich zählt derzeit nicht dazu“, so Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck auf ÖSTERREICH-Anfrage.

Spenden & Co. Indes laufen in Horn die Vorbereitungen für die Ende nächster Woche bis Ende Juni erwarteten 100 Flüchtlinge. Die meisten stammen aus Syrien und Afghanistan (keine Minderjährigen) und werden großteils aus Traiskirchen überstellt. „Das Projekt läuft gut an. Es gibt nach unserer Infoveranstaltung jetzt viele Bürger, die sich engagieren. Möbel, Bettwäsche und andere Sachspenden werden fleißig bei der Caritas abgegeben“, informiert Bürgermeister Maier. „In kürzester Zeit haben sich zwei Initiativen zur Unterstützung gebildet. Laufend melden sich Menschen, die helfen wollen“, heißt es von Asyllandesrat Maurice Androsch (SPÖ). „Aber wir suchen noch Freiwillige für Deutschkurse“, ruft die Caritas auf.(grp)

erstellt am 16. Juni 2015, 23:14

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