Braune Umtriebe 
in der Linzer FPÖ

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Gemeinderat führt rechtsextremen Witikobund an.

Um sieben Sitze ist die FPÖ-Fraktion im Linzer Gemeinderat stärker geworden – und damit auch der rechte Flügel der Partei. Die Burschenschafter haben die Macht übernommen. Das Führungspersonal rekrutiert sich großteils aus der Arminia Czernowitz – so wie die zwei neuen blauen Mandatare Wolfgang Grabmayr und Michael Schilchegger. „Damit stehen die Linzer selbst innerhalb der FPÖ und des Burschenschaftermilieus weit, weit rechts“, sagt Polit-Experte Thomas Rammerstorfer.

Verfassungsfeindlich?
Bereits rechtsaußen findet man Neo-Gemeinderat Günther Kleinhanns. Er ist Vorsitzender des Witikobundes (WB), einer von Nationalsozialisten gegründeten Splittergruppe. Sie versteht sich als sudetendeutscher Vertriebenenverband. Das wahre Weltbild zeigt sich in Aussagen wie „Mord an sechs Millionen Juden ist Geschichtslüge“, das Sudetenland gehöre „Heim ins Reich“. In Deutschland gilt der WB als verfassungsfeindlich, steht unter Beobachtung. Der WB wolle „den Staat unterwandern, Schlüsselpositionen besetzen“, heißt es in einer Bundestagsanfrage.

Auch in Österreich bedient der WB eine Scharnierfunktion zu ex­tremen Kreisen. Ein Netzwerk, auf die mancher FPÖler gern zurückgreift. Landeschef Manfred Haimbuchner war selbst Vorsitzender, was 2011 für einen Skandal sorgte.

erstellt am 14. Dezember 2015, 11:47

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