Asylkrise: Experten tagen im Stift Göttweig

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Stift Göttweig stand gestern ganz im Zeichen der ausufernden Flüchtlingswelle.

Wachau/Europa. Tausende Kriegsflüchtlinge aus dem Nahen Osten strömen täglich in die Festung Europa. Österreich sei besonders betroffen, meinte Landeschef Erwin Pröll (ÖVP) beim Europa-Forum im Stift Göttweig. Die Flüchtlingsfrage müsse solidarisch und rasch gelöst werden, so sein Credo.

Fair und gerecht. „Wir brauchen eine gerechte Aufteilung für jene, die zu uns kommen“, forderte er, alles andere stärke Populisten und Nationalismen.

Veto. Ungarns anwesender Außenminister Péter Szijjártó lehnt verpflichtende Quoten allerdings postwendend ab. „Wir glauben, dass es eine schlechte Idee ist, obligatorische Quoten für Migranten einzuführen. Die Lösung des Problems liegt nicht in der EU, sondern außerhalb.“ Die Union müsse für Frieden und Stabilität von der Levante bis zu den Maghreb-Staaten sorgen, schob Szijjártó das Problem nach Brüssel. „Es kann auf Dauer aber nicht sein, dass wenige auf europäischer Ebene 90 Prozent der Asyllast zu tragen haben, konterte Pröll.

Schon 20 Jahre befasse sich das Europa-Forum mit Fragen des Kontinents. Das habe Menschen einander näher gebracht und zum Frieden beigetragen, betonte Forums-Präsidentin Barbara Schwarz.(wef)

erstellt am 13. Juni 2015, 19:12

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