Angst vor Haft: Linzer Wut-Wirtin gibt auf

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Die Solidarität mit der Gastronomin ist enorm. Doch die Behörde kennt keine Gnade. Es wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen.

Das Handy der Linzer Gastronomin Alexandra Pervulesko (51) drohte fast zu explodieren: Nachdem die Wirtin ihre Bar in der Badgasse trotz Lockdown am Montag auf­sperrte, erhielt sie Zuspruch und Solidaritätsbekundungen von Hunderten Menschen aus ganz Europa. Um ihren Sohn (13) versorgen zu können, sei sie auf Einnahmen angewiesen und hatte somit keine andere Wahl.

Bar bleibt zu

„Wenn ich aufsperre und deswegen verhaftet werde, könnte mir die Kindesabnahme drohen und mein Sohn wäre alleine“, seufzt die 51-Jährige: „Somit bleibt die Bar geschlossen.“ Wie berichtet, wurde das Lokal geräumt und die Gastronomin erhielt für ihre eigene Bar ein behördliches, unbefristetes Betretungsverbot.

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96 Anzeigen

„Unverständlich. Wenn man mir die Existenzgrundlage raubt, muss die Regierung in die Pflicht genommen werden und muss darauf schauen, dass ich überleben kann“, so Pervulesko. Nach der nicht genehmigten Öffnung hagelte es 96 Anzeigen. Der Wirtin drohen bis zu 30.000 Euro Strafe, ihren 45 anwesenden Gästen, die keinen Abstand eingehalten und keine Masken getragen haben, bis zu 1.450 Euro.

Wie es weitergeht, weiß die Wirtin selbst nicht: „Die Situation ist offen.“

erstellt am 13. Jänner 2021, 00:37

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