Von Elefant totgetrampelt: Austro-Tourist campte illegal

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© all/Fotomontage

Der Verstorbene war mit seiner Frau und vier Freunden auf ­Safari-Urlaub in Namibia.

Wie das Tourismus-Ministerium von Namibia bekannt gab, passierte der Unfall nahe dem Huab-Fluss in der Region Kunene bei dem Ort De Riet im Nordwesten des Landes. Hier lebt eine große Herde von Wüsten-Elefanten, von denen es weltweit nur noch zwei Populationen gibt. Die Tiere legen bis zu 70 Kilometer am Tag zurück und können bis zu vier Tage ohne Wasser auskommen. Obwohl alle offiziellen Stellen, aber auch GPS-Tracks, davor warnen, wild zu campieren, schlugen die Österreicher – noch ist nicht bekannt, ob sie mit einem Guide unterwegs waren – im derzeit trockenen Flussbett ihre (illegalen) Zelte auf.

Huab Namibia Elefanten Das Drama spielte sich in der Region Kunene nahe dem Huab-Fluss, der Heimat der letzten verbliebenen Wüsten-Elefanten-Herden, ab.

Tod beim Austreten in ein Gebüsch im Flussbett

Andere Reisende berichten von hautnahen Erlebnissen mit den Elefanten, die in Sichtweite essen, und dass besonders Neugierige sogar bis zu den Zelten herkommen. Doch es ist kein Zoo und die Elefanten sind wild lebende Tiere, die unberechenbar sind, wenn sie sich gestört fühlen.

SnipImage.JPG Günter Z. starb in Namibia. 

Günter Z. (59) dürfte am Mittwoch zum Verhängnis geworden sein, dass er austreten musste und sich allein hinter ein Gebüsch zurückzog. Dort soll er von einem Wüstenelefanten-Bullen attackiert und schlimm zugerichtet worden sein. Der Oberösterreicher erlag seinen schweren Verletzungen auf dem Weg ins Spital. Die Botschaft in Pretoria wurde von der völlig geschockten Reisegruppe informiert, dass der Mann von einem Elefanten getötet wurde.

Zuerst Tod eines Opfers aus Australien vermeldet

Das Tourismus-Ministerium drückt auf Facebook sein Bedauern aus, nachdem zuvor allerdings ein fast üblicher Irrtum passiert war und der tragische Tod eines Australiers über die afrikanischen Newsticker lief. Erst am Freitag wurde dann bekannt, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann aus Austria handelt. Die Behörden bitten jedenfalls Touristen eindringlich, nur in ausgewählten Camping-Bereichen zu zelten. (kor)

erstellt am 08. November 2019, 23:38

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