'Wir müssen regieren, nicht repräsentieren'

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© zVg

Nach 20 Jahren im Gemeinderat will Erwin Kammer (ÖVP) Bürgermeister werden.

ÖSTERREICH: Am Sonntag wird gewählt, wie verlief Ihr Wahlkampf bisher?

Erwin Krammer: Ich bin das erste Mal Spitzenkandidat. Es ist sehr arbeitsintensiv, aber ich bin seit 20 Jahren im Gemeinderat und wusste daher, was mich erwartet. Denn wenn man was erreichen will, muss man dafür auch ­arbeiten.“

ÖSTERREICH: Dennoch war der Wahlkampf der letzten Wochen eher eine One-Man-Show der Gegenpartei. Was erhoffen Sie sich denn von der Wahl?

Krammer: Mir geht es nicht ums Repräsentieren, sondern ums Regieren. Ämter und Positionen nur des Titels wegen zu bekleiden entspricht nicht meinem Interesse, aber in dieser Position kann man am meisten gestalten.

ÖSTERREICH: Wie beurteilen Sie den Wahlkampf der anderen Parteien?

Krammer: Ich sehe das nicht als Kampf. Es hat mittlerweile aber leider trotzdem einige Fouls gegeben. Bürgermeister Reinhard Resch hätte beispielsweise nicht mit Probst Maximilian werben sollen, ohne ihn vorweg um Einverständnis für eine Wahlwerbung zu fragen. Das geht zu weit, ich hätte nicht gedacht, dass die Bundestrends auch auf Krems überschwappen.

ÖSTERREICH: Woran fehlt es in Krems?

Krammer: Akuter Handlungsbedarf besteht ­sicherlich in der Kremser Innenstadt, hier stehen einige Geschäftsflächen leer.

ÖSTERREICH: Wie kann man das Problem lösen?

Krammer: Man muss das Rad ja nicht neu erfinden, man kann schließlich von anderen Städten lernen und daraus einen eigenständigen Weg kreieren. Krems steht noch ganz gut da, aber wir wollen besser werden, auch in Hinblick auf die Zukunft unserer Kinder.

ÖSTERREICH: Worin ­liegen Ihre Stärken?

Krammer: Meine Stärken sind mit meinem Motto „wollen, planen, machen“ gut ausgedrückt. Ich bin Baumeister und Architekt, also daran gewohnt, Projekte umzusetzen. Ich möchte in Krems einfach mehr bewegen und gestalten.

ÖSTERREICH: Was würden Sie als Bürgermeister als Erstes umsetzen?

Krammer: Ich würde auf jeden Fall zuerst die Innenstadtbelebung angehen. Aber mir geht es nicht um die nächsten fünf Jahre, es ist nicht einfach eine Zeitperiode, sondern da muss man noch weiterdenken, uns um das Krems unserer Kinder und die möchte ich auf jeden Fall wesentlich mitgestalten.

erstellt am 11. Oktober 2017, 08:41

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