St. Pölten Kulturhauptstadt Europas 2024?

St. Pölten Kulturhauptstadt 2024
© Josef Vorlaufer

St. Pölten ist für das Kulturhauptstadt-Projekt auf alle Fälle vorbereitet.

St. Pölten. Am Samstag kommt hoher Besuch in die Landeshauptstadt. Acht Stunden lang werden einer EU-Jury gute Gründe präsentiert, warum St. Pölten 2024 Kulturhauptstadt Europas werden soll. 60 Millionen Euro flossen unter anderem in das Herausputzen des Domplatzes, der ehema­ligen Synagoge, des Klangturms oder der Glanzstoff-Areale. Auch die Konkurrenz aus Bad Ischl und Dornbirn bekommt Besuch von einer Delegation. Nächste Woche Dienstag fällt die Entscheidung im Bundeskanzleramt.

Unberechenbar. Auf seine umfangreiche Leistung verlassen will sich das Projektteam rund um Leiter Jakob Redl aber nicht. Die Jury setzt auf viele Parameter, die schwer abzuschätzen sind. St. Pölten investiert zwar ein Vielfaches der Kon­kurrenz. Den Entscheidungs­trägern geht es etwa auch um die Verwurzelung des europäischen Gedankens in der Bevölkerung. Das kann zu überraschenden Entscheidungen führen.

St. Pölten Kulturhauptstadt 2024

Absicherung. Deswegen sicherten sich die Stadt St. Pölten und das Land ab. Sollte aus der Bewerbung nichts werden (wovon de­finitiv nicht ausgegangen wird), dann liegt ein Plan B in der Schublade. „Dann wird St. Pölten 2024 Kulturhauptstadt Niederösterreichs sein“, meint etwa VP-Landeschefin Johanna Mikl-Leitner.

Alternative. Wie sich das übersetzt? Ähnlich der am Sonntag zu Ende gehenden Landesausstellung in Wr. Neustadt. Die adaptierten kulturellen Hotspots stehen sowieso, dazu sollen die Region, die Stifte Göttweig und Melk, Grafenegg oder die Schallaburg ins Projekt eingebunden werden.

Budget. Im Falle eines ­Zuschlags durch die Expertenjury sollen übrigens weitere 36 Millionen Euro an Mitteln aufgestellt werden – aufgeteilt auf Land, Stadt und Bund. Es ist vorstellbar, dass diese auch im Fall einer Absage verwendet werden können. Davon geht aber derzeit, wie bereits erwähnt, keiner der ins Projekt Involvierten wirklich aus.

erstellt am 05. November 2019, 11:08

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