Safe-Coup: Bank lehnt Haftung ab

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138.000 Euro Schaden erlitt ein Opfer der ''Schließfach-Marder'' – es wird darauf wohl sitzen bleiben.

NÖ. Mehr als 25 Millionen Euro Beute dürfte jene Bande gemacht haben, die am Freitag, dem 13. 11., in Mödling, Klosterneuburg und Wien 68 Selbstbedienungssafes in aller Seelenruhe ausgeräumt hat. Ungestört und unbehelligt konnten die Täter Goldbarren aus­packen und die Verpackungen zurücklassen, Geld wurde aus Kuverts gefischt. Der höchste Einzelschaden soll bei 5 Millionen liegen.

Der Verbraucherschutzverein (VSV) rund um Peter Kolba organisiert eine Sammelklage und kritisiert Raiffeisen (betroffen sind Filialen in Mödling und in der Muthgasse in Wien) vehement: Der Kunde, der 138.000 Euro verlor, wurde an die Versicherung verwiesen, die nur bis zu 3.000 Euro abdeckt. Alle weiteren Details würden über anwaltliche Vertretungen abgehandelt.

Kolba lässt sich nicht einschüchtern: „Da grob fahrlässig gehandelt wurde und auch keine Schritte zur Modernisierung der Anlagen nach ähnlichen Vorfällen in Deutschland und der Schweiz gesetzt wurden, gilt der ­Haftungssauschluss für die Banken nicht.“ Die betroffene Bank Austria in Klosterneuburg zeigt sich indes gesprächsbereit: Man werde den Betroffenen demnächst ein Angebot unterbreiten.

erstellt am 14. Dezember 2020, 22:04

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