China-Virus: ''Erhöhte Aufmerksamkeit'' am Flughafen Wien

Flughafen Wien
© VIE

Das Coronavirus breitet sich nicht nur in China rasant aus. Immer mehr Fälle werden bekannt. Nun ist auch der Airport in Schwechat in Alarmbereitschaft.

Hongkong hat am Mittwoch seinen ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Das berichteten die lokalen Fernsehsender RTHK, Cable TV und TVB unter Berufung auf ungenannte Quellen. Der britische Flughafen Heathrow will laut Verkehrsminister Grant Shapps separate Bereiche für Passagiere einführen, die aus den betroffenen Regionen in China einreisen.

"Wir beobachten das sehr genau", sagte Shapps gegenüber Sky News. Es solle sichergestellt werden, dass bei Direktflügen nach Heathrow aus diesen Gebieten für die Ankommenden ein abgetrennter Ankunftsbereich zur Verfügung stehe.

"Erhöhte Aufmerksamkeit" in Schwechat

Auch der Flughafen Wien behält die Situation ganz genau im Auge. Es herrsche "erhöhte Aufmerksamkeit" am Flughafen Wien, erklärt Flughafenpressesprecher Peter Kleemann gegenüber oe24. Sechs Flüge landen pro Tag aus Asien in Schwechat. Direktflüge in die betroffenen Gebiete gebe es aber keine. Dennoch wird engstens mit dem Gesundheitsministerium Kontakt gehalten und regelmäßig ausgetauscht, heißt es. Quarantänemaßnahmen gebe es zurzeit aber noch nicht.

EU sei auf Virus vorbereitet

Die Europäische Union sei auf ein mögliches Auftreten des gefährlichen Coronavirus nach Expertenansicht gut vorbereitet. Nach dem chinesischen Neujahrsfest könnten auch Fälle in Europa auftauchen, sagte Herman Goossens von der Universität Antwerpen. "Europa hat die nötigen Strukturen und Mittel, um bereit zu sein, falls sich eine Pandemie ereignet", zitierte die belgische Nachrichtenagentur Belga den Experten am Mittwoch. Unter Pandemie verstehen Experten eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Infektionskrankheit.

Goossens koordiniert laut Belga das sogenannte Prepare-Netzwerk der EU-Kommission zu übertragbaren Krankheiten. Fachleute dieses Netzwerks sollten am Mittwoch in Brüssel über das weitere Vorgehen im Fall des Coronavirus beraten. "Ich habe noch nie so eine schnelle Reaktion und Zusammenarbeit erlebt wie im Fall des Ausbruchs des Coronavirus", sagte Goossens. Die Prepare-Plattform würde reagieren, falls sich das neuartige Virus nach Europa ausbreiten sollte.

 

erstellt am 22. Jänner 2020, 13:28

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