Polizei ermittelt nach CO-Unfall

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© APA/all/Fotomontage

Nach wie vor ungeklärt ist, wie es zu dem Kohlenmonoxid-Drama von Schweiggers kam.

NÖ. Laut der Exekutive, die seit dem Wochenende vor Ort in der Steinbergsiedlung ermittelt, kann ein Gas-Leck in dem Haus ausgeschlossen werden, da die Liegenschaft nicht an das Gasnetz angeschlossen ist. Nicht ausgeschlossen werden kann allerdings, dass von einer vorbeiführenden Leitung oder von einem Nachbarn Gas ins Erdreich gesickert ist, das unbemerkt im Haus des erst seit einem Jahr pensionierten NMS-Lehrers Manfred R. ausgetreten sein könnte. Da Kohlenmonoxid zumeist bei Verbrennungsprozessen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr entsteht, muss sich die Kripo auch alle anderen Heizungen wie auch eventuelle offene Kamine oder Pellets-Anlagen ganz genau anschauen.

Leblos. Wie ÖSTERREICH berichtete, war es am Samstag zu dem CO-Drama von Schweiggers bei Zwettl im Waldviertel gekommen: Ex-Pädagoge Manfred L. hatte seinen Sohn (35), dessen Gattin und deren drei Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren zu Besuch. Bei der Aufteilung der Zimmer zum Übernachten schlief der Senior ausnahmsweise in einem anderen Raum als seine Frau, als der 64-Jährige dort am Vormittag leblos aufgefunden wurde.

Warnung. Ein befreundeter Arzt der Familie wurde als Ersthelfer alarmiert – doch erst die Rettung bemerkte den erhöhten CO-Gehalt, weil ein Warngerät anschlug. Die ganze Familie und der Arzt mussten mit Vergiftungen ins Spital, konnten aber am Sonntag wieder nach Hause. Manfred L. war nicht mehr zu retten gewesen.

erstellt am 06. Jänner 2020, 23:06

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