Schnabl bedauert "Dosenscherz"

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Die jüngsten provokanten Aktionen von SPÖ-Ortsgruppen ­ziehen Sanktionen nach sich.

NÖ. Letzte Woche regte die SPÖ Langenzersdorf mit Facebook-Provokationen auf. Die Ortsgruppe trug dazu bei, dass der Brandanschlag auf die FPÖ-Zentrale in St. Pölten in einem Politstreit mit gegenseitigen Verdächtigungen gipfelte.

Dazu gab es am Wochenende Bilder im Netz, die nicht alle witzig fanden. Am SP-Familienfest in Groß-Enzersdorf wurde auf Dosen geschossen, die mit Porträts mehrerer türkis-blauer Ex-Regierungsmitglieder beklebt waren – online mit „Ibiza-Dosenschießen“ betitelt.

Empörung. FPÖ und ÖVP schrien auf. Auch, weil SP-Landeschef Franz Schnabl am Fest anwesend war. Er habe den Stand beim Ver­lassen des Events bemerkt. „Ich selbst kann ihn nicht wegräumen.“

„Fehler“. Wie schnell sich Negativ-Spiralen online drehen, das sollte der SPÖ nicht unbekannt sein. Schnabl glaubt nicht, dass solche Aktionen nur eine Wählerstimme mehr bringen: „Es war ein Fehler.“

Es sei aber auch gar nicht gewünscht, so Schnabl, an die 600 NÖ-Ortsgruppen durchgängig zu lenken: „Wir sind keine ,Führerpartei‘, wollen Diskurs.“ Immerhin wurden die Verursacher intern mit auferlegten Entschuldigungen oder Sperren belegt. Schnabl: „Das sehe ich bei anderen Parteien nicht.“

erstellt am 20. August 2019, 08:28

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