Galgenfrist vorbei: 19 Fischottern droht jetzt der Abschuss

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© APA/dpa/Silas Stein

Nach Abschuss des 1. Fischotters dürfen 40 weitere bis zum Sommer erlegt werden

Es sorgte Anfang Oktober bereits für heftige Kritik bei den Tierschützern: die erlaubte Schießung von Fischottern. Bis zum Frühjahr wird es aber nicht die einzige Tötung bleiben. Ab sofort bis Ende Februar dürfen 19 weitere Tiere geschossen werden. Dabei richtet sich die Erlaubnis zum Abschuss aber nicht nur gegen ältere Tiere. Unabhängig von Alter oder Geschlecht werden die Tiere fern vom Ufer direkt mit der Langwaffe erlegt.

Beschwerde

Das sorgt, wie berichtet, für erhebliche Kritik bei den Tierschützern von WWF und Ökobüro. Sie hatten bereits nach der ersten Tötung Einspruch gegen den Tötungsbeschluss erhoben. Die Beschwerde liegt nach wie vor beim Landesverwaltungsgericht. Kritisiert wird, dass unklar sei, wie viele Otter es in NÖ wirklich gebe. Die Daten, auf denen der Bescheid beruht, seien nicht ausreichend, so Tierschützer. Es wird von 600 bis 800 Tieren in Niederösterreich ausgegangen. Diese Daten basieren aber auf einem Monitoring von 2008. Auch ist man sich nicht sicher, ob die Muttertiere zu dieser Jahreszeit noch ihre Jungen behüten. Dafür habe man die Tierart wissenschaftlich noch nicht genug untersucht.

Anträge

Teichwirte und der Landesfischereiverband hatten sich für eine Tötung der Otter beim Land Niederösterreich ausgesprochen. Den Anträgen wurde stattgegeben.

erstellt am 09. November 2017, 09:28

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