Eschensterben gibt Experten große Rätsel auf

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Das extreme Eschensterben in Niederösterreich nimmt keine Ende.

NÖ. Hektarweise Schlägerungen in der St. Pöltner Traisenau; Horrormeldungen aus der Korneuburger Au. Das Eschensterben hält das Land weiter fest im Würgegriff. Seit ungefähr 2005 setzt die Pilzkrankheit den heimischen Wäldern zu. Die Folgen: Der Befall greift die Baumstämme an. Das verursacht Instabilität. Die Gefahr durch umstürzende Pflanzen muss durch Sperren der betroffenen Gebiete umgangen werden. So wie aktuell in Korneuburg: Die Sperre der Au wurde nun verlängert. Die Hauptwege sind zwar gesichert und freigegeben, die ­Nebenwege allerdings nicht. Die dortigen Arbeiten der Forstverwaltung laufen noch bis 31. März.

Fragezeichen. Normalerweise geht das Eschensterben im Herbst um. „Im Winter ruht der Pilz ­eigentlich“, sagt ein Experte des Waldforschungszentrums. Die aktuellen Maßnahmen könne man sich nur damit erklären, dass die befallenen Bäume „nachgeschlägert“ werden  müssen. Also bereits länger befallen sind.

Maßnahmen. Wie man diesem hartnäckigen Pilz Herr wird, ist offen. Gegenwärtig laufen Versuche, „resistentere“ Bäume zu analysieren – und deren Keimzellen für neue Populationen einzusetzen. Fix ist: Die Esche, zweitbeliebtester Laubbaum in Österreich, wird in den nächsten Jahren zwar nicht aussterben, aber in der Bedeutung stark sinken. Wirtschaftlich und ökologisch.

erstellt am 19. Jänner 2019, 16:39

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