Atemlos: NÖ-Taucher peilt Weltrekorde an

Christian Redl Taucher
© christianredl.com

Apnoe-Taucher Christian Redl nimmt 2019 wieder zwei Weltrekorde ins Visier.

„Apnoe“ kommt aus dem Griechischen. Es bedeutet so viel wie „Atemlos“. So vollzieht Taucher Christian Redl seine Projekte. Er taucht ohne Sauerstoff. In gefluteten Höhlen, in einem See im Himalaya auf 5.160 Meter Höhe – und unter Eis.

Pferdelunge

„Während der Niederösterreicher und Wahlwiener in wärmeren Gewässern mit einem Atemzug bis zu sechs Minuten die Luft in Bewegung anhalten kann, schafft er beim Eistauchen „nur“ zwei. Der 42-Jährige ist elffacher Weltrekordhalter. Unter anderem am Kärntner Weißensee. Dort ist er aktuell öfters zu Trainingseinheiten. Anfang März will er dort seine 11. Bestmarke aufstellen. Der Deutsche Andreas Pap brach Redls Tieftauchrekord und stellte 65 Meter in zwei Minuten auf. „Brauch ich halt 70 Meter“, sagt Redl. Der Tod taucht leise mit: Bei 2 Grad Celsius im Wasser reduziert sich das Lungenvolumen um ein Drittel. Der Körper braucht viel Energie. Die Eisdecke verdunkelt alles.

Mentale Challenge

„Du tauchst nur in die Finsternis. Das ist eine mentale Challenge“, weiß Redl. Der spielt vorm Sprung ins Wasser den Tauchgang mental durch. Wenn er „geistig auftaucht“, geht es real ab in die Tiefe. „Ich weiß dann ja, dass ich es schaffe.“ Das Risiko hält der bekennende Umweltschützer für kalkulierbar. Auch mit bald 43. Das „Warum“ ist ein Klassiker: „Weil es noch keiner gemacht hat.“

Christian Redl auf Instagram und Facebook 

erstellt am 28. Jänner 2019, 07:43

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