Zu laut: 
2-Jährige angezeigt

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© TZOE

Ein Mieter war von dem lauten „Getrampel“ des Kindes genervt: Nun sollen Eltern zahlen.

Esra A. (29) freute sich am Mittwoch schon auf den Besuch bei ihrer Mutter (63), die sie nicht so oft sieht. Um 19 Uhr war die Lehrerin mit ihren Töchtern bei der 63-Jährigen in Wien-Meidling.

Lärm
Doch der Besuch entpuppte sich als nervenaufreibende Angelegenheit: Die 29-Jährige wusste aus vergangenen Diskussionen über die Lärmempfindlichkeit eines Nachbarn Bescheid und wollte bald wieder gehen. Doch als sich Esra auf den Weg machen wollte, stand schon die Polizei vor der Tür.

Prompt nahmen die eifrigen Beamten eine Anzeige auf. Bald darauf flatterte die entsprechende Beanstandung ins Haus von Serdal und Esra A. Die Landespolizeidirektion verdonnerte das Lehrerehepaar wegen Ruhestörung zu 70 Euro Strafe. Doch die Eltern von Ceylin legten Widerspruch ein. Ergebnis: Die Zahlung wurde auf 50 Euro gesenkt.

Lehrerin Esra A. kann es nicht fassen:
»Verstehe das nicht«
ÖSTERREICH:
Wie finden Sie das Verhalten des Nachbarn?
Esra A.: Ich kann es nicht verstehen. Er hätte doch auch zu uns kommen und reden können, bevor er gleich die Polizei ruft.

ÖSTERREICH: Was haben Sie getan, als die Anzeige kam?
Esra A.: Ich weiß, dass meine Tochter laut geht. Doch ich war nur kurz bei meiner Mutter. Am Nachmittag! Wir waren auch gar nicht lange da und haben darauf geachtet, nicht zu laut zu sein. Das geht nur nicht immer mit Kindern.

ÖSTERREICH:
Wie können Sie jetzt Ihre Mutter be­suchen?
Esra A.: Ich muss dem Nachbarn melden, dass ich komme. Aber ich finde das einfach lächerlich.

erstellt am 03. April 2014, 23:28

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