Wettskandal: "Kronzeuge" belastet Taboga

Taboga
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Der Wettsumpf rund um Grödig-Kicker Taboga ist noch größer als angenommen.

Nächstes Kapitel im größten Wettskandal der heimischen Fußball-Geschichte: Der ehemalige SV-Grödig-Kicker Dominique Taboga (31) soll auch ein zweites Spiele der österreichischen Bundesliga zum Kauf angeboten haben. Und zwar neben dem Spiel Grödig gegen Red Bull Salzburg auch noch die Partie SV Grödig gegen Wiener Neustadt.

U-Häftling Sulim D. (32) ließ diese Bombe nun bei einem Verhör platzen. Der 32-Jährige wurde gemeinsam mit Ex-Nationkicker Sanel Kuljic (36) wegen Erpressung an Taboga verhaftet und belastet Taboga mit dieser Aussage schwer – es gilt die Unschuldsvermutung.

„Er fragte mich, ob ich Leute für eine Wett- Manipulation finden könne“, gab der 32-jährige Tschetschene zu Protokoll. Das erste Mal, als er von Taboga gefragt worden sei, ob er „ein Spiel verkaufen möchte“, sei am 31. August 2013 gewesen, beim Match gegen Wiener Neustadt. „Er sagte, dass er (Taboga) das kann“, so Sulim D. in seiner Aussage.

Angebot ging in die Hose, weiter auf freiem Fuß
Beim Spiel gegen Red Bull bot Taboga an, einen Elfmeter zu schinden, der jedoch nicht gegeben wurde. Hintergrund für die mutmaßlichen Spielmanipulationen sollen 65.000 Euro Schulden bei Kuljic gewesen sein. Kuljic und Sulim D. bleiben in U-Haft. Taboga auf freiem Fuß.

Um diese Spiele geht es

Grödig-Wiener Neustadt 3:6
Dieses Spiel wird nach der nächsten geplatzen Wettbombe von U-Häftling Sulim D. noch einmal genau unter die Lupe genommen werden müssen. Am siebten Spieltag der laufenden Saison fallen ungewöhnliche 9 (!) Tore. Taboga steht in der Startformation seiner Ex-Mannschaft SV Grödig.

Grödig-Red Bull 0:3
In der 98. Minute foult Taboga den Red-Bull-Spieler Dusan Svento im Strafraum. Der Elferpfiff bleibt jedoch aus. Laut ersten Ermittlungen sollen Strohmänner (ein Tschetschene namens Allex und ein „Araber“) in einem Wiener Wettbüro Geld gesetzt haben. Die Wette geht verloren.

erstellt am 18. November 2013, 23:30

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