Vom Werdegang eines Wüstlings

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© Herwig Prammer

Igor Strawinskys Meisterwerk „The Rake’s Progress“ erlebte eine furiose Wiederaufnahme.

Meisterhaft. Strawinskys 1951 uraufgeführte Oper The Rake’s Progress, in der sich der Meister der Neuen Musik mit alten Formen und Klängen befasst, ist unter Michael Boder im Theater an der Wien zu erleben. W. H. Audens Libretto basiert auf der barocken Kupferstichserie von William Hogarth, in welcher Tom Rakewell seine Geliebte Anne Trulove verlässt, um sich mit dem Teufel Nick Shadow in London zu vergnügen.

Brillante Besetzung. Martin Kušejs sensationelle Inszenierung begleitet ein permanent Schwachsinn ausstrahlender Fernseher, Toms Erfahrungen im Freudenhaus von Mother Goose werden durch deftige Nacktszenen illustriert. Der englische Tenor Toby Spence überzeugt als Taugenichts Tom, die hinreißende Koloratursopranistin Anna Prohaska bezaubert als treue Anne. Bo Skovhus ist ein teuflischer Nick und Anne Sofie von Otter brilliert als groteske Baba the Turk.

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erstellt am 17. September 2013, 18:20

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