Torte zum Donauinselfest-Jubiläum

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Die Spitze der SPÖ hat sich auf der Donauinsel eingefunden, um das Jubiläum des Open-Air-Festivals zu begehen.

Kleine Feier vor der großen Feier: Zwar startet das von der Wiener SPÖ veranstaltete Donauinselfest offiziell erst um 18.00 Uhr, doch schon am Nachmittag hat sich die Spitze der Sozialdemokraten an Ort und Stelle eingefunden, um das Jubiläum des Open-Air-Festivals zu begehen. Immerhin findet es heuer zum 30. Mal bei freiem Eintritt statt. Bundeskanzler Werner Faymann und Bürgermeister Michael Häupl schnitten aus diesem Anlass eine Torte an und schwelgten in Donauinselfest-Erinnerungen.

Erinnerungen
Sowohl Faymann als auch Häupl sind hartgesottene Inselfestbesucher und waren bisher bei jeder Ausgabe dabei. Die "skurrilste" Erinnerung des Bürgermeisters an das Großevent: "Das war, als ich mir eingebildet habe, man muss eine politische Diskussion zum Kraftwerk Wien machen. Es waren mehr Leute am Podium als im Publikum." Auch Faymann denkt gerne an das Donauinselfest zurück - vor allem an die Premiere im Jahr 1984. "Damals war ich als junger Politiker für die Jugendbühne verantwortlich." Damals hatten die Organisatoren Lampenfieber, wie der Bundeskanzler erzählte. Man habe sich gefragt: "Wird's was, wird's nichts?" Dass es etwas geworden ist, steht nun 30 Veranstaltungen später wohl außer Frage.

SPÖ-Größen
Beim Anschneiden der Torte dabei waren auch weitere SPÖ-Politiker: Staatssekretär Josef Ostermayer, Landesparteisekretär Christian Deutsch und Landtagspräsident Harry Kopietz, der zuletzt den Vorschlag auf's Tapet gebracht hatte, fünf Euro Eintritt beim Donauinselfest zu verlangen. Heute bekräftigte er dieses Ansinnen: "Ich glaube, dass die Ansprüche der Menschen, Künstler und technischen Ressourcen dazu geführt haben, dass es einen höheren Geldbedarf gibt." Dass diese Idee von den Festverantwortlichen abgelehnt worden sei, sei ihm nur Recht: "Ich freue mich, dass es weiterhin ein Fest mit freiem Eintritt ist." Jedoch müssten andere Möglichkeiten der Finanzierung gefunden werden - etwa mehr Sponsoren oder eine höhere Subvention durch die Stadt. Häupl sagte, dass es "kein Denkverbot" gebe: "Vielleicht wird man sich irgendwann einmal so etwas überlegen können. Aber momentan ist nichts geplant."

Unzählige Besucher
Am Nachmittag waren schon die ersten Besucher auf der Insel unterwegs - vorwiegend, um über das Gelände zu spazieren, zu baden oder um einen Imbiss zu sich zu nehmen. Die offizielle Eröffnung erfolgt um 18.00 Uhr mittels einer Videobotschaft von Häupl. Als Höhepunkte des Auftakttages gibt es Auftritte von Amy Macdonald, der Sportfreunde Stiller, Petra Frey und Kabarett von Alfred Dorfer. Insgesamt werden bei dem drei Tage dauernden Freiluftspektakel rund 2.000 Künstler auftreten. Neben Kabarett und Musik werden auf dem Gelände zwischen Nord- und Reichsbrücke auch Kinderunterhaltung und Sportprogramm geboten.

erstellt am 21. Juni 2013, 17:36

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